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Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Bibliographic data

Full text: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

Monograph

Identifikator:
1847422136
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-250625
Document type:
Monograph
Title:
Das Baugewerbe in der Volks-, Berufs- und Betriebszählung von 1925
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Deutscher Baugewerksbund (N. Bernhard)
Year of publication:
1930
Scope:
183 Seiten
graphische Darstellungen
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Umfang und betriebliche Struktur des Baugewerbes und der Baunebengewerbe.
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
  • Title page
  • Contents

Full text

Das baltiidHe Landjchaftsbild ijft eine Hier und da von Hügeln 
und Heineren Höhenzügen unterbrodjene Ebhene. Zahlreid) find Die 
Seen und Flukläufe. Neben fruchtbaren Ädern, Naturwieflen, Wäldern 
und Gehegen fieht man viele Moore von teils fehr beträdtliher Aus- 
dehynung; fie nehmen — ungerechnet die zur Heumahd genußgten Moor- 
wiejfen — ein Fünftel der gejamten Bodenfläde ein und enthalten 
Torflager von fehr großer Maädhtigkeit. 
SGeologifdh bilden kambrifche, Jilurifhe und devonijde Wblagerungen 
die Unterlage des Gebiets. Mit dem Kambrium am Nordrande CEit- 
[lands beginnend, folgen fiH die Schichten in von Nord nad Süd 
'mmer jünger werdenden AWblagerungen. Der Kalfjtein, der Sanditein 
und der Dolomit der Unterlage find im allgemeinen von AWblagerun- 
gen aus der Eiszeit als oberer Bodenkrume bhebedt, die aber im ndrd- 
lien Eltland ftelenweije nur dünn ijt; fonjt wird diefe Unterlage 
hier und da von Flukläufen durhjHnitten und blokgelegt. Längs der 
Nordiüfte Ejtlands, die auf weite Streden teil ins Meer abfällt, 
hebt ji der Kalkfels als fogenannter „Glint“ hervor. Stellenweife 
geht der Kalk in Marmor über. In der über die Landesgrenzen hin- 
aus bekannten Zementfabrit Port Kunda wird der Kalkjtein zu Zement 
verarbeitet. Neuerdings it ein befonderes Interejje den OÖljdhiefer- 
vorfommen im eftländilhen Kalkftein zugewandt worden. Unlängit 
hat Tid eine einheimi[de Genofjen[Haft zu ihrer AWusbeute begründet. 
TDurd neuere Unterfudhungen ijt über dieje Olfdhiefer Genaueres 
feitgejtellt worden. Man unter[hHeidet erjtens den zum Kambrium ge- 
redneten Dikityonema-Schiefer, der am Slint zutage tritt, dejjen 
Ausbeute aber faum Iohnend erfheint, und zweitens den unterjilurijdhen 
KRuder[hHen Schiefer oder Kuder[it, der im Inneren des Lan- 
des, in der Gegend von Kuders angetroffen wird. Na Dr. L. von 
zur Mühlken*) ijt er dort „in etwa 50 km Erftredung in zwei (bisher 
feftgeftellten) 0,45 und 0,30 Meter mächtigen, durch ein etwa 0,30 Meter 
melfendes Kalkfteinmittel getrennten Bänken entwidelt... Das Ge: 
itein ftellt feiner Entjtehung nad) einen in fladen Meeresbuchten abge: 
jeßten Ialfhaltigen Fauljdwamm dar. Der Hohe Bitumengehalt, d.h. 
bie große Menge der in ihm vorhandenen organijden Beftandteile ijt 
auf algenähnlide, feetangartige Lebewejen zurüdzuführen. Wiederholt 
ausgeführte Analyfen zeigen einen beträchtlihHen, von 14 bis 28% 
und mandmal darüber hHinausgehenden Ölgehalt und eine gleichfalls 
jehr anfehnlidhe, auf ein Kilogramm Gejtein 0,3 Kubikmeter ausmadende 
Gasausbeute. Es liegt Mar auf der Hand, dakß [idH der Kuderfit am 
cationelliten für eine gleidzeitige Ol- und Gasgewinnung eignet und 
nicht, wie es bisher gefchieht, zu Heizungszweden verwandt werden 
*) Yun den baltildHen Blättern. 
E a 
Sa
	        

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L’ Arbitrage International Chez Les Hellenes. Aschehoug [u.a.], 1912.
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