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Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

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Bibliographic data

Full text: Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

Monograph

Identifikator:
1847422136
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-250625
Document type:
Monograph
Title:
Das Baugewerbe in der Volks-, Berufs- und Betriebszählung von 1925
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Deutscher Baugewerksbund (N. Bernhard)
Year of publication:
1930
Scope:
183 Seiten
graphische Darstellungen
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Umfang und betriebliche Struktur des Baugewerbes und der Baunebengewerbe.
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten
  • II. Kapitel. Aus dem sozialen Leben Amerikas
  • III. Kapitel. Die Gewerkschaftsbewegung in den Vereinigten Staaten
  • IV. Kapitel. Die Arberterbanken

Full text

in irgendeiner Industrie die Aufträge nachlassey „bel umt uesWe 
"gen mit dem Zwang des Überflu SeS“ ein eigenarti | 
ampf um den Markt. 5 pihliothek & 
In den Warenhäusern wandern die schf er Be zZ 
bliebenen Waren, im Preise erheblich herab S izt, in das bi 
Kellergeschoss. Finden sie dort nicht bald ihre äüfer, müss nAie 
bei weiterem Preisabschlag mitunter noch ein Geschess weiterfach 
unten. Grundsatz ist auf jeden Fall, möglichst keine „Lädenhüter“ 
zu behalten. Ladenhüter sind gefährlich, sie sind gefrorenes Kapital, 
das aus dem raschen Umschlag des Kapitals ausgeschaltet ist. Bei 
der kurzlebigen, das ganze Volk einheitlich beherrschenden Mode 
sind viele Waren nach einer beinahe im voraus zu bestimmenden 
Zeit völlig unverkäuflich, das in ihnen investierte Kapital ist 
verloren. 
Sobald die Fabrikanten ein Nachlassen der Bestellungen beob- 
achten, setzt die Reklame, die Preisnachlässe ankündigt, mit aller 
Macht ein. 
Wir erlebten die Preisnachlasskampagne, die im dritten Viertel- 
jahr 1925 von den amerikanischen Automobilfabriken durchgeführt 
worden ist. 
Das ganze Jahr 1924 war für die Automobilindustrie nur ein 
mittleres Absatzjahr gewesen, 1925 hatte sich noch schleppender 
angelassen, war aber dann besser geworden, um im August rapid 
zur erneuten Verschlechterung zu neigen; im August 1923 waren 
319 000 Personenautomobile verkauft worden, 1924 deren 255 000, 
1925 dagegen nur 222 000 Stück. 
Angesichts dieser bedenklich stimmenden Tatsache nahm man 
zuerst an, dass sich der Augenblick ankündige, da die Vereinigten 
Staaten mit Automobilen im wesentlichen „gesättigt‘“ seien. Man 
versuchte es aber noch einmal — aus dem Zwang des Produktions- 
überflusses heraus — mit Preisherabsetzungen, die für manchen 
Betrieb mörderisch erschienen. 
Man ging mit den Automobilpreisen um 10 und dann sogar um 
20 und 25 Prozent herab. 
Die Zeitungen, deren Inseratenspalten den grössten Teil der 
Reklame leisten, füllten sich mit den Annoncen der Automobil- 
fabriken, die sämtlich ankündigten, dass sie trotz der Verbesserung 
ihrer Produkte die Preise abgebaut hätten. Das führte über Er- 
warten Schnell zu einer neuerlichen Hochkonjunktur in der ameri- 
kanischen Automobilindustrie, die bis jetzt angehalten hat. 
Es ist aber nicht nur die Gewinnung einer neuen Käuferschicht, 
die die Konjunktur in der Automobilindustrie neu angekurbelt hat. 
Nach uns übereinstimmend gemachten Angaben waren es nicht nur 
diejenigen, die bisher noch kein Auto besessen hatten, die durch den 
herabgesetzten Preis zum Kauf gereizt wurden, sondern es kauften 
67
	        

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Amerikareise Deutscher Gewerkschaftsführer. Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes, 1926.
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