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Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne

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Bibliographic data

fullscreen: Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne

Monograph

Identifikator:
1868614581
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-259947
Document type:
Monograph
Author:
Vanoni, Robert
Title:
Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne
Place of publication:
Heidelberg
Publisher:
Weiss
Year of publication:
1931
Scope:
87 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Teil: Der Kartellbegriff
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne
  • Title page
  • Contents
  • I. Teil: Der Kartellbegriff
  • II. Teil: Der Konzernbegriff

Full text

nämliche Branche und eine ungefähre Bedarfsfeststellung des 
Kreises, für welchen die Kartelle gelten. Die entwickelteren Kar- 
ellgebilde seien ohne eine gewisse Monopolisierung der wichtig- 
sten Produktionszweige nicht wohl denkbar. „Denn wenn die Pro- 
duktion dem Bedarf angepaßt werden soll, müssen die betreffen- 
den Produzenten, die für den Gesamtbedarf arbeiten, auch die 
Sicherheit haben, daß ihre Pläne nicht von anderer Seite durch- 
<reuzt werden, daß nicht von anderer Seite der Markt mit den- 
jenigen Artikeln überflutet wird, deren Produktion sie eben mit 
Rücksicht auf den „Marktmagen‘“ (um den Marx’schen Ausdruck 
zu gebrauchen) in Schranken halten“. (S. 83). 
Sofort erheben sich bei dieser Charakterisierung verschiedene 
Fragen: sind Kartelle Monopolgebilde? Und was ist unter einem 
Monopol zu verstehen? Ferner: Wollen die Kartelle das Spiel der 
ireien Konkurrenz beseitigen oder einschränken? Auf den ganzen 
Fragenkomplex, der sich bei der Betrachtung der begrifflichen 
Formulierungen ergibt, soll im zweiten Abschnitt eingegangen 
werden. 
Ähnlich wie Kleinwächter definiert Brentano in seinem 
Werk: „Über die Ursachen der heutigen sozialen Not“, Leipzig 
1889, die Kartelle als „Vereinigungen von Produzen- 
ten, um durch planmäßige Anpassung der Pro- 
duktion an den Bedarf einer Überproduktion 
und den sie begleitenden verhängnisvollen 
Folgen: Preissturz, Bankerott, Kapitalentwer- 
tung, Arbeiterentlassung und Brotlosigkeit 
vorzubeugen“, Der Grundgedanke ist der: den heimischen 
{ndustriezweigen soll der stetige Betrieb zu Preisen, welche ihr 
Fortbestehen ermöglichen, gesichert werden. (S. 23) 1894 befaßte 
sich der Verein für Sozialpolitik mit der Kartellfirage (Schriften 
des Vereins für Sozialpolitik Bd. 60/61, Leipzig 1894/95). Durch 
Materialsammlung über deutsche und ausländische Kartelle wurde 
die Tagung vorbereitet. Der Referent über das deutsche Kalikar- 
tell, Engelcke benützt die Definition von Kleinwächter und 
sieht den Hauptzweck aller Kartelle in der Verhinderung der durch 
Überproduktion hervorgerufenen Krisen. 
Nach Kleinwächter, Brentano und Engelcke sind also Kar- 
telle Präventivverbände gegen durch „Überproduktion‘“ entstehende 
Krisen, Schutzmittel gegen die Sinnwidrigkeit eines auf die Spitze 
vetriebenen ruinösen Wettbewerbs, Verbände, die durch Anpassung 
7
	        

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Zur Begriffsbestimmung Der Kartelle Und Konzerne. Weiss, 1931.
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