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Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne

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Bibliographic data

fullscreen: Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne

Monograph

Identifikator:
1868614581
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-259947
Document type:
Monograph
Author:
Vanoni, Robert
Title:
Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne
Place of publication:
Heidelberg
Publisher:
Weiss
Year of publication:
1931
Scope:
87 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Teil: Der Kartellbegriff
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne
  • Title page
  • Contents
  • I. Teil: Der Kartellbegriff
  • II. Teil: Der Konzernbegriff

Full text

klassen in gleichem Maß gehoben habe, wie in der Zeit von 1850 
an. (Siehe Sombart „Der moderne Kapitalismus II, 1902 S. 257). 
Gesteigerte Kaufkraft und abnehmende Bedeutung der Haus- 
und Familienwirtschaft bewirken eine Steigerung der Nachfrage in 
Form einer Ausweitung des Konsums. (S. 252). Dazu kommt als 
wichtiges anderes Moment für die Entwicklung der gewerblichen 
Produktionswirtschaft eine „Verdichtung des Konsums“. Sombart 
versteht darunter die Tatsache, daß die Entfernung, in der die ein- 
zelnen Bedarisfälle einer von dem andern auftreten, immer geringer 
wird. (S, 257). Die Ursache liegt in zwei Momenten: 1. Es bilden 
sich durch die Anhäufung der Bevölkerung immer größere Ver- 
kehrszentren heraus. 2. Dazu kommt eine wachsende Verbesserung 
des Personen-, Güter- und Nachrichtentransports. Die Entwicklung 
des Eisenbahnwesens macht einerseits die städtischen Bedarfs- 
deckungspunkte einem immer größeren Kreis der Nachfrage zu- 
gänglich, andererseits ermöglicht das moderne Verkehrswesen eine 
Erschließung neuer Absatzgebiete. Somit erfuhr der Spielraum ka- 
pitalistischer Betätigung eine gewaltige Ausweitung. Die industrielle 
Entwicklung emanzipiert sich durch die Erfindungen der Tech- 
nik von der früheren Gebundenheit an natürliche Vorgänge und 
Wachstumsperioden. An Stelle der bisher benutzten organischen 
Rohstoffe tritt die Verwendung von anorganischen Stoffen, z. B. wer- 
den Holz und Kohle durch Fernleitung von elektrischem Strom, 
Farbstoffe, Salpeter, Dünger, durch chemische Produkte ersetzt, 
die Kräfte und Prozesse in der Natur in Maß und Richtung beein- 
Außt und in der weiteren Entwicklung beherrscht. Durch die Er- 
Äindung der Kraftmaschine wird potentielle Energie in die vom 
Betrieb benötigte kinetische verwandelt. Die große Bedeutung liegt 
darin, daß z. B. die mit Dampf und Elektrizität gefesselten Natur- 
kräfte eine Befreiung von der Gebundenheit an bestimmte Orte der 
Produktion ermöglichen, sodaß dadurch eine Ubiquität der tech- 
nischen Kraftquelle erzeugt wird. 
Neben der Kraftmaschine ist es die Erfindung zahlreicher Ar- 
beitsmaschinen, welche den Produktionsprozeß selbst bedeutend 
verändert. Die Maschinenverwendung ermöglicht, indem sie 
menschliche Arbeitskraft ersetzt, eine gewaltige Verbilligung der 
Produktion, und zugleich erweitert sie diese in der Richtung einer 
Massenproduktion.
	        

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Zur Begriffsbestimmung Der Kartelle Und Konzerne. Weiss, 1931.
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