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Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne

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Bibliographic data

fullscreen: Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne

Monograph

Identifikator:
1868614581
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-259947
Document type:
Monograph
Author:
Vanoni, Robert
Title:
Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne
Place of publication:
Heidelberg
Publisher:
Weiss
Year of publication:
1931
Scope:
87 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Teil: Der Kartellbegriff
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne
  • Title page
  • Contents
  • I. Teil: Der Kartellbegriff
  • II. Teil: Der Konzernbegriff

Full text

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in den ausgereiften Industrien findet aber der Konkurrenz- Ya 
kampf zwischen wirtschaftlich gleich Starken statt, sodaß;die dyste1®*"“ 
Matische Vernichtung eines lästigen Wettbewerbers ein Übermaß an 
Kampf erfordern würde, dessen Ausgang immer‘ noch Yraglich,. 
bliebe. 
b) Die kapitalistischen Unternehmungen stehen unter dem Ge- 
setz der Massenproduktion, d. h. sie haben die Tendenz zu mög- 
lichst optimaler Ausnützung der Produktionsanlagen, um eine opti- 
male Kostenminderung durch Senkung der konstanten Kosten pro 
Produkteinheit zu erreichen, auch wenn diese Politik zur vorhande- 
nen Aufnahmefähigkeit des Marktes in direktem Widerspruch steht, 
wie in Depressionszeiten. Dann muß solches Verhalten zu einer kri- 
senhaften Marktübersetzung führen und die Folge ist eine wilde 
Preisunterbietung, die sich von jeder Rücksicht auf die Gestehungs- 
kosten, auf die Rentabilität des Unternehmens loslöst. 
Es stellt sich daher in der hochkapitalistischen, technisch ent- 
Wickelten Industrie die Meinung, aus dem freien Spiel der Kräfte 
aller einzelnen Unternehmungen werde ein harmonisches Beisam- 
mensein erwachsen, als eine Utopie heraus. Aus technischen Grün- 
den ist ein Ausgleich durch normalen wirtschaftlichen Konkurrenz- 
kampf nicht mehr möglich. Die Konkurrenz ist nicht mehr „frei“, 
die Freiheit ist aufgehoben. Denn es fehlt die zweite wesentliche Be- 
wegungsfreiheit, das Zurücktreten vom Konkurrenzkampf. Es wird 
daher eine Konkurrenz ohne Ende, ein unerträglicher Zustand, in 
dem auch die stärksten Unternehmungen unter schwerer Beein- 
trächtigung ihrer Rentabilität zu leiden haben. Die Wirklichkeit die- 
3er Gefahr wurde den deutschen Unternehmern nur zu deutlich 
durch die große wirtschaftliche Krise, die in den Jahren 1874 bis 
1804 herrschte. Die Folge in der geistigen Einstellung war: „Der 
moderne Mensch hat vor allem in wirtschaftlichen Dingen den Glau- 
herigen Unternehmer, die solche Verbesserungen zuerst anwenden, werden, 
wenn sie natürlich neben den neu investierten Kapitalien auch noch das alte 
Zu verzinsen haben, regelmäßig davon einen Vorteil haben. Daher das allge- 
Meine Streben nach technischen Verbesserungen bei allen Unternehmern in 
der auf dem Ertragsprinzip und der freien Konkurrenz beruhenden Organi- 
Sation der Bedarfsversorgung. Dieses Streben macht sich aber sowohl in der 
Sinzelwirtschaft wie in der gesamten Volkswirtschaft um so ungünstiger 
geltend, je mehr dadurch alte Produktionsmittel, ohne 
Schon entsprechend der regulären Benutzung amorti- 
Siert zu sein, durch die neuen außer Gebrauch gesetzt 
andausgeschaltet werden“ (S. 64/65). 
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Postal Savings. Humphrey Milford, 1917.
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