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Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne

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Bibliographic data

fullscreen: Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne

Monograph

Identifikator:
1868614581
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-259947
Document type:
Monograph
Author:
Vanoni, Robert
Title:
Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne
Place of publication:
Heidelberg
Publisher:
Weiss
Year of publication:
1931
Scope:
87 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Teil: Der Kartellbegriff
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne
  • Title page
  • Contents
  • I. Teil: Der Kartellbegriff
  • II. Teil: Der Konzernbegriff

Full text

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Auswirkung im Sinne einer machtmäßigen Überhöhung der Preise 
ist daher zeitlich und sachlich bedingt. 
Ein wirkliches Monopol ist eine Machtform, die in der moder- 
nen Volkswirtschaft viel rarer ist als man glaubt, und sie kommt nur 
bei „legalisierten“ Monopolen — z. B. bei Patent- und Bodenbesitz- 
Monopolen — auch hier in der Regel nur zeitlich und sachlich eng 
begrenzt vor, sowie bei Herrschaftsverhältnissen öffentlich-recht- 
licher Körperschaften (namentlich Staat und Kommunen) oder bei 
einzelnen Firmen. Aber selbst ein absolutes Monopol findet in den 
Gesetzen der Wert- und Preisbildung seine Schranken, da es nur 
das Angebot oder die Nachfrage, nicht aber beides zugleich zu 
regulieren vermag. Zu dieser Tatsache kommt der Umstand hinzu, 
daß die kartellmäßige Regulierung des Angebots in vielen Fällen 
keine vollständige, sondern nur eine mehr oder minder weitgehende 
ist. Dann ist neben der Berücksichtigung der Elastizität des Mark- 
tes auch noch die verbleibende Konkurrenz der Außenseiter in Be- 
tracht zu ziehen. Die Elastizität der Nachfrage, d. h. der Grad der 
Promptheit, mit der Wirtschaftssubjekte auf bestimmte Preisver- 
änderungen eines Gutes reagieren (Salz), wird um so größer sein, 
wenn schon bei der Entstehung des Kartells Ersatzprodukte vor- 
handen sind und mit dem monopolisierten Gut um den Absatz 
konkurrieren. 
Als weiterer wichtiger Hemmungsgrund für einen Mißbrauch 
der Machtstellung fällt das Aufkommen neuer Konkurrenz ins 
Gewicht, sei es, daß die Überspannung der Macht Surrogatgüter 
hervorlockt, oder daß sie das latente potentielle Entstehen neuer 
Produktionsanlagen zur Wirklichkeit macht. Denn die industriellen 
Produkte stellen hauptsächlich beliebig vermehrbare Güter dar. 
Wiedenfeld:®) sagt: „Die Menge der nicht vermehrbaren Güter ist 
längst nicht so groß wie vielfach angenommen wird. In den höheren 
Stufen der Fabrikation macht sich fast stets der Umstand geltend, 
daß derselbe Rohstoff und auch noch dasselbe Halbfabrikat zu einer 
8roßen Zahl von Fertigfabrikaten verarbeitet werden kann und tat- 
Sächlich. verarbeitet wird; infolgedessen läßt sich die Herstellung 
einer bestimmten Fertigware, selbst wenn der Rohstoff nur in be- 
grenzter Menge zur Verfügung steht, bei entsprechender Marktlage 
fast immer beträchtlich über das bisher gegebene Maß steigern — 
Natürlich auf Kosten der aus dem gleichen Rohstoff verarbeiteten 
18) Wiedenfeld, Gewerbepolitik, S. 98/90,
	        

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Zur Begriffsbestimmung Der Kartelle Und Konzerne. Weiss, 1931.
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