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Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne

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Bibliographic data

fullscreen: Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne

Monograph

Identifikator:
1868614581
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-259947
Document type:
Monograph
Author:
Vanoni, Robert
Title:
Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne
Place of publication:
Heidelberg
Publisher:
Weiss
Year of publication:
1931
Scope:
87 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Teil: Der Kartellbegriff
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne
  • Title page
  • Contents
  • I. Teil: Der Kartellbegriff
  • II. Teil: Der Konzernbegriff

Full text

Rationalisierungspolitik des Kartells kann in den meisten Fällen nur 
in engen Grenzen erfolgen, nur als Nebenbetätigung in Frage kom- 
men, da seine rechtliche Struktur nicht geeignet ist für Rationalisie- 
rungseingriffe, Ein Idealkartell, das produktive Höchstleistung mit 
schärfster Kalkulation verbände, wäre nach Tschierschky*) nur in- 
soweit durchführbar, als die Möglichkeit bestünde, „die natür- 
lichen Ungleichheiten technisch-kapitalistischer Art, die sich aus 
der individuellen Entstehung des einzelnen Unternehmens und der 
sehr oft jahrzehntelangen Selbständigkeit ergeben und häufig durch 
Standortsbedingungen und sonstige Zufälle noch besonders ver- 
schärft sind, in den Dienst eines einheitlichen Organisationsplanes 
zu stellen, der jedem Unternehmer gerade die Stelle seiner höchsten 
Leistungsfähigkeit ohne Beeinträchtigung anderer Mitgliedsinter- 
essen zuweisen würde“, 
Daß gerade die Maschinenbranche, aus der Müllensiefen seine 
Beispiele anführt, besonders geeignet ist für eine auf der Basis frei- 
williger Vereinbarung durchgeführte Spezialisierung, wird aus der 
Tatsache ersichtlich, daß z.B. in der B-Maschinenbranche unge- 
fähr 250—300 verschiedene Maschinen nötig sind, um eine moderne 
B-Fabrik wirklich gut einzurichten und daß keine einzelne Maschi- 
nenfabrik all diese verschiedenen Maschinen rationell und erst- 
klassig bauen kann. Ebenso wünschenswert war die Spezialisierung 
für die Mitglieder der Gemeinschaft deutscher E-Maschinenfabri- 
ken, in der sich alle Firmen der E-Maschinenbranche eines größeren 
deutschen Wirtschaftsbezirks auf vertraglicher Grundlage unter 
Wahrung der Selbständigkeit zu einem Spezialisierungskartell zu- 
sammenschlossen. Dabei zeigt sich deutlich, wie eine solche Organi- 
sation auf der Bereitwilligkeit der Unternehmer fußt und wie be- 
schränkt daher die Grenzen sein können. In der Vereinbarung heißt 
es: „Gegen die Spezialisierung kann eingewendet werden, daß die 
Einschränkung des bisherigen Fabrikationsplanes eines Unter- 
nehmens auf einige wenige Erzeugnisse oder Typen wirtschaftlich 
gefährlich sei. Es ist zu beachten, daß jedes Unternehmen grund- 
sätzlich nur auf solche Erzeugnisse verzichten soll, die es bisher 
infolge verhältnismäßig geringen Absatzes ohnehin nicht rationell 
herstellen konnte, die also in der Hauptsache mit Rücksicht auf die 
Kundschaft (große Auswahl) geführt wurden, an denen aber dem 
35) Tschierschky, Der Inhaltswandel des Kartellbegriffs und seine wirt- 
schaftspolitischen Folgen, Kartellrundschau 25, S. 54347. 
SA
	        

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Zur Begriffsbestimmung Der Kartelle Und Konzerne. Weiss, 1931.
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