Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

Der Kampf gegen die Syllogistik. 
291 
wie hier ein bezeichnendes Argument, das der Eine prägt, von 
dem Andern aufgegriffen und weitergeführt wird, wie dort eine 
epigrammatische Wendung des Einen noch nach Jahren in den 
Schriften des Andern fortklingt und nachwirkt. In solchen Zu- 
sammenhängen enthüllt sich uns gleichsam die Stilgeschichte der 
neueren Wissenschaft. ®) Einig sind beide vor allem in dem 
Streit gegen die Syllogistik und ihren Geltungsanspruch. „Ich 
danke Dir — schreibt Galilei an Kepler — dass Du, wie es von 
der Schärfe und dem Freimut Deines Geistes nicht anders zu er- 
warten war, zuerst, ja fast als Einziger, meinen Behauptun- 
gen vollen Glauben beigemessen hast, noch bevor Du Dich durch 
den Augenschein überzeugt hattest. Was aber wirst Du zu den 
ersten Philosophen unserer hiesigen Hochschule sagen, die trotz 
tausendfacher Aufforderungen niemals die Planeten oder den 
Mond durch das Fernglas betrachten wollten und die somit ihr 
Auge mit Gewalt gegen das Licht der Wahrheit verschlossen? 
Diese Sorte Menschen glaubt, die Philosophie sei ein Buch, wie 
die Aeneis oder die Odyssee: sie werde nicht in der Welt oder 
in der Natur, sondern (dies sind ihre eigenen Worte!) durch die 
Vergleichung der Texte ausgefunden und erforscht. Wie würdest 
Du lachen, wenn Du hören könntest, wie der angesehenste Philo- 
soph unserer Hochschule sich abmühte, die neuen Planeten durch 
logische Argumente, als wären es Zaubersprüche, vom Himmel 
wegzudisputieren und loszureissen.“ Wie getreu und typisch 
diese Schilderung ist, darüber werden wir in Keplers Diskussi- 
onen mit den Aristotelikern der Zeit Schritt für Schritt belehrt. 
Es ist besonders bezeichnend, wenn Chiaramonti, in einem 
Streit über die Natur der Kometen, Kepler mit dem Vorwurf ab- 
zufertigen meint, er habe den „methodus arguendi“ mit dem 
„methodus respondendi‘“ verwechselt, er habe das Verfahren der 
Mathematik auf die Topik angewandt u. s. w.100) Nach der ge- 
schichtlichen Problemlage, die durch diese Beispiele erleuchtet 
wird, begreift man, wie die Logik immer mehr als der wahre 
Gegensatz und das eigentliche Hemmnis der empirischen For- 
schung empfunden werden musste. Es galt zunächst das scho- 
lastische Ideal des Begreifens zu entwurzeln: jenes Ideal, das 
seinen naivsten und schlagendsten Ausdruck bei einem der Peri- 
patetischen Gegner Galileis gefunden hat, der sich weigerte, durch
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.