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Die Reichseisenbahnen

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Bibliographic data

fullscreen: Die Reichseisenbahnen

Monograph

Identifikator:
1885646178
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-253324
Document type:
Monograph
Title:
Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Dürr
Year of publication:
1908
Scope:
VI, 154 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Abschnitt. Die deutschen Städte im Mittelalter: Ihre Blütezeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Reichseisenbahnen
  • Title page
  • Contents
  • I. Die Auseinandersetzung zwischen Reich und Bundesstaaten
  • II. Die Reichseisenbahngesellschaft
  • III. Die Organisation der Betriebsverwaltung
  • IV. Das Kleinbahnwesen

Full text

20 
also einen durchaus brauchbaren Maßstab der Vergleichung. Der Er 
tragswert läßt sich schon aus den oben bereits erwähnten Renten, d. h. 
aus dem Verhältnis der Betriebsüberschüsse zum Anlagekapital, über 
blicken, und für ein weiteres Eindringen wären überall die Grundlagen 
gegeben. Dieser Ertragswert der Vergangenheit ist allerdings, wie wir 
sahen, durch den gewaltigen Sturz der Kriegszeit überall zurück 
gegangen, jedoch — soweit jetzt beurteilt werden kann — nirgends in 
einem besonders starken oder schwachen Maße. Es kann vielmehr an 
genommen werden, daß der Rückgang dem Grade etwa nach derselbe 
war und die Vergleichsfähigkeit der Ertragszahlen aus der Vergangen 
heit nicht gemindert hat. 
Freilich ist es möglich, daß die preußischen Eisenbahnen dank der 
Gunst ihrer natürlichen Verhältnisse, dank der Bodenschätze Preußens, 
seiner Eisenindustrie — denn Kohle und Eisen liefern den größten Teil 
aller Eisenbahnfrachten — und dank der Lage der meisten ihrer Linien 
im Flachlande sich schneller erholen als andere Bahnnetze. Indessen wird 
man von der Bewertung solcher Aussichten bei einer großzügigen Auf 
fassung absehen. 
Der Ertragswert würde die Grundlage bilden 
a) entweder für den Ankauf der Eisenbahnen durch das Reich als 
Grundlage für den Erwerbspreis, 
b) oder bei einer Beteiligung der Bundesstaaten am Reichsbahn 
unternehmen als Grundlage für die Beteiligungsziffer. 
Welche dieser Lösungen man wählt, wird von den oben angedeuteten 
Erwägungen mehr politischer Natur abhängen. Will man den Bundes 
staaten mit Staatsbahnbesitz einen Einfluß auf das deutsche Eisenbahn 
wesen auch in Zukunft sichern, so wird man sich für den zweiten Weg 
entscheiden. Hält man dies im Hinblick auf die Sicherung der Einheit 
und auf die Interessen der Bundesstaaten ohne Staatsbahnbesitz nicht 
für erstrebenswert, so käme wohl nur der Weg des Ankaufs in Frage. 
Aber auch finanztechnische Fragen spielen mit hinein. Wie oben 
dargelegt, ist das Verhältnis der Eisenbahnschulden zum Eisenbahn 
kapital in den einzelnen Eisenbahnstaaten sehr verschieden. Bei Be 
rechnung des Kaufpreises nach dem Ertragswert verbleiben einzelnen 
Eisenbahnstaaten beträchtliche Posten ungedeckter Eisenbahn 
schulden. 
Um nun einerseits diesen Staaten nicht jede Aussicht auf Deckung 
dieser Teilschuld zu nehmen, anderseits auch nicht etwa das Reich mit 
diesen Fehlbeträgen zu belasten, könnte man vielleicht auf die oben zur 
Erörterung gestellte Gemeinschaftsform zurückzukommen ge 
neigt fein, da dann Risikoträger tatsächlich nicht das Reich, sondern die 
Gemeinschaststeilhaber wären.
	        

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International Trade. Macmillan, 1927.
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