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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

- 324 
$ 96, 
Die Pessimisten. 
a) Robert Malthus. 
Das Mal- 
th us’sche 
Bevölke- 
rungsgesetz. 
Die Adam Smithsche Beurteilung der Kulturentwickelung war 
eine wesentlich optimistische gewesen für den Fall, daß man zur wirt- 
schaftlichen Freiheit überging. Man hatte dieselbe in der Hauptsache 
in England Ende des 18. Jahrhunderts erreicht. Handel und Gewerbe 
waren in noch nie dagewesener Weise gestiegen, gleichwohl zeigte sich, 
wie erwähnt, in der großen Masse der unteren Bevölkerung Not und 
Elend, und wenn dasselbe sich auch nicht vergrößert haben mochte, 
so trat es in den wachsenden Städten sichtlicher zu Tage, und der 
Gegensatz zu dem wachsenden ‚Reichtum der Unternehmerklasse war 
arheblich verschärft. Infolge dieser Beobachtung unternahm es ein Geist- 
licher, Thomas Robert Malthus (1766—1834), die Ursachen dieser 
Erscheinung zu ergründen, und er legte seine Anschauungen in einer 
Schrift nieder: „An essay on the principle of population as its effects 
the future improvement of society. London 1798“, Da die darin sehr 
schroff ausgesprochenen Anschauungen nur eine kurze und unvoll- 
kommene Begründung erfahren hatten und deshalb vielseitige scharfe 
Anfeindungen hervorriefen, sah sich der Verfasser veranlaßt, einige 
Jahre darauf eine wesentlich erweiterte Ausgabe zu veranstalten, unter 
äem Titel: „An essay on the principle of population or a view of its 
past and present effects on human happiness etc, 1803“ in zwei Bänden. 
Dieses ist die maßgebend gewordene Schrift, die bis zum heutigen 
Tage ihre Bedeutung behalten hat. 
Sowohl von den Merkantilisten wie den Physiokraten war den Zeit- 
verhältnissen entsprechend eine starke Bevölkerung als die Grundlage 
für Macht und Wohlstand angesehen, und deshalb die Förderung der 
Volksvermehrung als wesentlich wünschenswert hingestellt. Auch 
Adam Smith mußte diesen Standpunkt als gerechtfertigt anerkennen, 
wenn er auch mit mehreren der Physiokraten künstliche Maßregeln der 
Staatsgewalt, wie sie die Merkantilisten forderten, verwarf. Vielmehr 
setzte er als selbstverständlich voraus, daß die Volkszunahme von 
selbst größere und ausreichende Dimensionen annehmen würde. 
Malthus stellte sich auf den entgegengesetzten Standpunkt, indem er 
behauptete, daß in der Bevölkerung nach einem Naturgesetze fort- 
dauernd die Tendenz vorliege, sich in einem stärkeren Maße zu ver- 
mehren, als es für die wirtschaftlichen Verhältnisse angemessen sei, 
und dadurch stets die Gefahr einer Uebervölkerung vorliege. Es ist 
die Auffassung, welche Charles Darwin, wie er es selbst erklärt, 
die Anregung zu seiner Lehre von der natürlichen Zuchtwahl in der 
Tierwelt gegeben hat. „Verschwenderisch“, sagt Malthus, „sät die 
Natur in allen organischen Reihen den Samen des Lebens aus, sparsam 
ist sie in der Anweisung der Nahrung. Die Keime, welche die Erde 
jährlich gebiert, vermöchten, wenn ihnen eine allseitige Entwickelung 
gestattet wäre, Millionen von Welten in wenig Jahrhunderten zu erfüllen; 
aber das eiserne Scepter der Notwendigkeit zeichnet ihnen beengende 
Grenzen vor, und auch der Mensch vermag durch keine Anstrengung 
seines Verstandes diese Schranken niederzureißen“, 
Ueberall kann man demnach eine rapide Zunahme der Bevölkerung 
beobachten, wo die Verhältnisse derselben günstig sind. In den Ver-
	        

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The Nature of Capital and Income. The Macmillan Company, 1923.
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