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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

248 
völkerung entgegen, Die Kindersterblichkeit ist kaum in einem anderen 
Lande so günstig wie dort, und wenn auch die Baulichkeiten in Eng- 
land mit einem geringeren Aufwande gemacht zu werden pflegen als 
in Deutschland, so werden doch die sanitären Pflichten nicht vernach- 
lässigt, und vor allem ist die Arbeitszeit eine wesentlich abgekürzte 
bei erheblicher Steigerung der Löhne. Die Beschränkungen, welche die 
Gesetzgebung der Industrie auferlegte, haben ihr weiteres Aufblühen 
nicht verhindert, so dass man mit allgemeiner Befriedigung auf diese 
Entwicklung zurückblicken kann. 
In Deutschland ist der Schutz erst später ausgesprochen und 
ist bekanntlich durch die Arbeiterversicherung wesentlich unterstützt. 
Auch hier zeigte es sich, dass die Arbeitgeber mit geringen Ausnahmen 
wenig geneigt waren, dem beschäftigten Personal die Rücksicht und 
Schonung angedeihen zu lassen, die es notwendig bedurfte. Namentlich 
nach der Einführung der Maschinen häuften sich die Unglücksfälle in 
ausserordentlicher Weise. Wir erinnern uns lebhaft, wie in den fünfziger 
Jahren auf dem Lande bei den Dreschmaschinen Mädchen dadurch ver- 
anglückten, dass die Kleider von der Welle erfasst und die armen Ge- 
schöpfe in die Maschine gerissen wurden, die ihnen die Glieder zer- 
malmte, ohne dass die entsprechenden Schutzvorrichtungen angebracht 
wurden, bis dieses gesetzlich vorgeschrieben und. die Verantwortlichkeit 
der Arbeitgeber für zu verhindernde Unglücksfälle verschärft wurde. 
Auch hier wurden Frauen und Kinder Tag und Nacht zur Arbeit an- 
gehalten und 14, selbst 15stündige Arbeitszeit war in Fabriken keine 
Seltenheit. 
Sehr bezeichnender Weise wurde das erste Eingreifen der Staats- 
gewalt in Preussen dadurch veranlasst, dass aus den Fabrikdistrikten, 
namentlich des Rheinlands und Westfalens, der Regierung Ende der 
dreissiger Jahre Berichte über die Abnahme der Militärtüchtigkeit der 
sich zur Musterung einstellenden Rekruten eingeliefert wurden. Aber noch 
Dezennien vergingen, bis in durchgreifender Weise vorgegangen wurde. 
Der Erfolg ist aber auch hier nicht ausgeblieben. Gleichwohl wird es 
noch vieler Arbeit bedürfen, um den Schutz so zu gestalten, wie er 
als unbedingt notwendig anerkannt werden muss. 
Notwendigkeit Eine Hauptschwierigkeit für ein energisches Vorgehen liegt natur- 
internationalen gemäss in der internationalen Konkurrenz. So lange andere Länder 
Vorgehens, nicht die gleichen Anforderungen an die Industrie stellen, werden sie 
natürlich billiger zu arbeiten vermögen. Ein Verbot der Kinderarbeit 
für einen weiteren Jahrgang belastet die betreffenden Gewerbe in er- 
heblichem Masse, und das Land, welches in ansgedehnterer Weise die 
billigere Kinderarbeit durchführen kann, hat einen erheblichen Vor- 
sprung damit gewonnen. Das ist noch jetzt besonders von Belgien, 
zum Teil von Frankreich, in Betreff der Arbeiterversicherung besonders 
von England gegenüber Deutschland zu sagen. Es war deshalb an 
und für sich ein durchaus gesunder Gedanke, der schon in den siebziger 
Jahren von der Schweiz ausging und bald nach seinem Regierungsantritt 
von dem jetzigen deutschen Kaiser aufgenommen und zur Realisation 
zebracht wurde, eine internationale Konferenz zu berufen, um ein 
gemeinsames gleiches Vorgehen der in Betracht kommenden Staaten zu 
veranlassen. Wenn das praktische Ergebnis der Berliner Konferenz 
nur ein geringes gewesen ist, so ist das darauf zurückzuführen, dass 
Deutschland.
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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