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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

— 9285 
schränkung der ärztlichen Atteste und Ersatz derselben durch eine 
sonstige Kontrolle wohl als ausreichend anzuerkennen, wodurch ausser- 
ordentliche Summen erspart werden können. Hat z. B. der Arzt eine 
Krankheit konstatiert, sowie die entsprechenden Mittel angeordnet und 
der Verlauf der Krankheit ist normal, so kann auch ein Laie das 
Attest ausstellen, dass der Betreffende so und so lange krank gewesen 
ist und infolgedessen dafür Krankengeld zu erhalten hat. (Dr. Hesse, 
Jahrb. f. Nat.-Oek., 3. F., Bd. XXI) 
Doch diese erörterten Fragen haben immerhin nur sekundäre Be- 
deutung. Wir wenden uns schliesslich noch der Statistik zu. 
Im Jahre 1898 existierten: 
8512 Gemeindekassen mit 1409730 Mitgliedern 
4585 Ortskrankenkassen 4079090 
7139 Betriebskrankenkassen 229 000 
606 Innungskrankenkassen 176 1h4 
14212 eingeschrieb. Kassen „ 765990 
259 landesrechtl. » # 57474 
84 Baukassen 18100 
Statistik. 
Im ganzen bestanden 22 607 Krankenkassen mit 8770000 Mit- 
gliedern. Es kamen in dem betreffenden Jahre 3200600 Erkran- 
kungsfälle, mit 53,2 Mill. Krankheitstagen vor. Die Gesamteinnahmen 
beliefen sich auf 180,5 Mill. Mk., die Beiträge auf 145,2 Mill, Mk. 
Die Ausgaben auf 142,9 Mill. Mk. Die Krankenkosten betrugen für 
den Arzt 29,1 Mill, für Arzenei 22 Mill, Krankengeld 54,4 Mill. 
Anstaltsverpflegung 22,6 Mill. Mk. Im ganzen Krankheitskosten 
128 Mill. Die Verwaltung absorbierte mithin über 14 Mill. Mk. 
oder 10%. 
In Oesterreich ist durch Gesetz vom 30. März 1888 ein Das Ausland 
Krankenversicherungszwang der Arbeiter eingeführt, das schon in dem -esterreich. 
folgenden Jahre durch die Novelle vom 4. Avril 1889 einige wesent- 
liche Abänderungen erfuhr. 
Das Gesetz geht in manchen Punkten weiter als das deutsche; 
vor allem ist kein Maximum des Lohnbezuges für die dem Zwange 
unterworfenen Arbeiter angesetzt; und auch nichtständige Arbeiter 
sind demselben unterworfen, wie auch Lehrlinge, die noch keinen 
Arbeitsverdienst erhalten. Landwirtschaftliche Arbeiter und Haus- 
industrielle sind. im allgemeinen ausgeschlossen, wenn nicht Arbeit- 
geber und Arbeitnehmer sich freiwillig der Versicherung anschliessen. 
Die Versicherungsorgane zerfallen in sechs verschiedene Kassen, die 
sich in der Hauptsache den deutschen Kassen anschliessen; nur ist 
hier von vorne herein in den Bezirkskrankenkassen eine grössere 
Zentralisation in Aussicht genommen, da dieselben in der Regel für 
je einen Gerichtsbezirk gelten und die Beitrittspflichtigen ohne Unter- 
schied des Berufes unter sich vereinigen, soweit sie nicht anderen 
Kassen angehören. Sie haben juristische Persönlichkeit und stehen 
unter Staatsaufsicht. Neben dem Vorstande fungiert noch ein Ueber- 
wachungsausschuss; beide werden von der Generalversammlung ge- 
wählt. Die Arbeitgeber müssen darin nach Massgabe ihrer Beiträge 
vertreten sein. dürfen aber nicht mehr als ein Drittel der Stimmen
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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