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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

365 — 
der Boden neben den Rüben mehr Getreide zu liefern vermochte, als 
vorher ohne die Rüben: Die Nachfrage nach Arbeitskräften steigerte 
die Löhne erheblich, und Grundbesitzer wie Arbeiter gelangten zu 
einem erfreulichen Wohlstand. Daneben fand noch eine Rückwirkung 
auf die Industrie statt. Die Rübenkultur beanspruchte eine Menge 
landwirtschaftlicher Maschinen, und eine grössere Zahl von Maschinen- 
bauanstalten wurden dadurch in den Rübenbaudistrikten hervorgerufen, 
die, um die ganze Einrichtung der Zuckerrübenfabriken zu liefern, 
wiederum einer grossen Arbeiterbevölkerung und einer Anzahl Unter- 
nehmern reichlichen Verdienst zuführten. Die betreffenden Fabriken 
begnügten sich aber bald nicht mehr damit, den Bedarf in der Pro- 
vinz zu decken, sondern lieferten die betreffenden Maschinen und 
Fabrikeinrichtungen bald auch in andere Gegenden Deutschlands und 
auch des Auslandes. Von Halle und Magdeburg aus werden Zucker- 
fabriken in Java, Japan, dem südlichen Frankreich, dem Innern von 
Russland, wie in Schweden hergestellt und ausgerüstet, Ja, es haben 
sich ausserdem in diesen Industriezweigen Spezialitäten ausgebildet 
z. B. der Filterpressen, die sie nun nicht nur für Zuckerfabriken, son- 
dern in ausgedehntem Masse für die chemische Industrie und andere 
Fabrikationszweige im In- und Auslande herstellen. Der Zuckerbedarf 
wird jetzt durch inländischen Zucker gedeckt. Die für diesen Artikel 
ausgegebenen Millionen zirkulieren im Inlande, ernähren eine steigende 
Bevölkerung und befruchten die verschiedensten Produktionszweige. 
Ausserdem zahlt uns das Ausland jährlich viele Millionen für unser 
Produkt. All dieses ist aber direkt oder indirekt durch die Rüben- 
zuckerfabrikation zur Ausbildung gebracht; und das war wiederum nur 
möglich durch die Unterstützung des Schutzzolles. Wohl war man eine 
lange Zeit darüber im Zweifel, ob die jahrelange, den Rübenbauern 
wie den Zuckerfabrikanten verschaffte Zuzahlung bei dem Zuckereinkauf 
volkswirtschaftlich sich bezahlt machen würde, und es. ist an dem Bei- 
spiele klar zu ersehen, wie ausserordentlich schwierig. es ist, all die 
weiteren Folgen zu übersehen, die eine solche Massregel nach sich 
ziehen kann. In diesem Falle ist das Endergebnis unzweifelhaft ein 
günstiges und ist die Massregel unzweifelhaft gerechtfertigt gewesen. 
Aber nicht nur um neue Produktionszweige in das Leben rufen Schutzzölle 
zu lassen, sind vielfach Schutzzölle notwendig, sondern auch um be-zur Erhaltung 
stehende zu erhalten, welche durch die ausländische Konkurrenz bedroht won Foul 
sind. Der Bankerott einer Anzahl grösserer Unternehmer schliesst EP 
nicht nur erheblichen Kapitalverlust für Privatmänner, wie für die 
yanze Volkswirtschaft ein, sondern auch Arbeitslosigkeit für die bisher 
darin beschäftigten Menschen, die lange Zeit zu Not und Elend ver- 
dammt sind, bis sie Ersatz gefunden haben. 
Der Kapitalverlust verteilt sich auf weite Kreise und kann die 
yanze Volkswirtschaft in Mitleidenschaft ziehen. Ist eine Fabrik zum 
Stillstande gebracht oder ist ein Hochofen ausgeblasen, so sind be- 
deutende Summen erforderlich, sie wieder in brauchbaren Stand zu 
setzen. Der Landwirt, der sich von den Konjunkturen bedroht sieht, 
unterlässt Meliorationen und Reparaturen, die Gebäude verfallen, der 
Boden verunkrautet, der verminderte Viehstand lässt keine ange- 
messene Bearbeitung zu, und es ist jahrelange Arbeit und sind er- 
hebliche vekuniäre Opfer erforderlich, um die ursprüngliche Leistungs-
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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