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Nationalökonomie (1.1915)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (1.1915)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886443912
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236258
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
1.1915
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1915
Scope:
XVI, 460 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Einleitung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (1.1915)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie
  • Index

Full text

2, 
Momente dem Pferde einen höheren Wert für seine individuellen Ver- 
hältnisse zuzuerkennen, als der gemeine oder volkswirtschaftliche Wert 
sei. Der gezahlte Preis wird dann aber doch der subjektiven Wert- 
schätzung des Käufers entsprochen haben. Wenn Marx nun selbst 
auf der einen Seite erklärt, Bd. III, 2. Abt,, S. 188: „Der Preis ist 
normaliter nichts als der in Geld ausgedrückte Wert“, dann aber an- 
erkennt, daß Grund und Boden, auf den noch keine Arbeit verwendet 
ist, einen hohen Preis haben kann, auch ohne daß derselbe bereits be- 
arbeitet war, und dann sich darüber hinforthilft, indem, er Bd. IIL, 
S. 162 sagt: „Da die Erde nicht das Produkt der Arbeit ist, also auch 
keinen Wert hat“, mithin einen strikten Gegensatz zwischen Preis und 
Wert macht, so sind das unlösbare Widersprüche. In gleicher Weise 
entzieht er sich den Konsequenzen seiner Begriffsdefinition, wenn er 
Bd. IM, S. 292 sagt: „Von eigentlichen künstlerischen Gegenständen 
nicht zu reden, deren Betrachtung der Natur der Sache nach von 
unserem Thema ausgeschlossen ist.“ Da nun das Seltenheitsmoment 
und auf der anderen Seite die qualifizierte Arbeit überall in unserer 
Volkswirtschaft eine hervorragende Rolle spielen, so schließt Marx *) 
selbst die Anwendbarkeit seiner Begriffsdefinitionen auf unsere volks- 
wirtschaftlichen Verhältnisse aus. Sie wird zur Erklärung der Tat- 
sachen unbrauchbar und hat allerdings wesentlich zur Verwirrung der 
Anschauungen beigetrageBanmesu.Gunun ; 
Die Summe aller wirtschaftlichen Güter, welche im Eigentum einer 
_ physischen oder Juristischen Person oder A An Ta aften stehen, 
nennen wir Vermögen. Dazu gehören nach dem Irüher Gesagten 
THicht-nur Sachgüter, sondern auch Rechte, so Pacht-, Patent-, Verlags- 
rechte. Denselben stehen gegenüber Schulden, die von dem Vermögen 
in Abzug gebracht werden müssen, um den Wohlstand einer Person 
in Geld festzustellen. 
Man spricht auch von Volksvermögen, doch ist der Begriff 
des Vermögens durchaus privatwirtschaftlich aufzufassen und setzt die 
Schätzung in Geld voraus. Der Staat kann deshalb personifiziert als 
Fiskus Vermögen besitzen, so gut wie Schulden haben. KEin Volk dis- 
poniert aber über eine Menge Güter, die nicht im Verkehre geschätzt 
werden können und doch von großer wirtschaftlicher Bedeutung sind, 
wie natürliche Wasserstraßen, Häfen usw. Außerdem treten, wie 
später noch näher darzulegen sein wird, innerhalb eines Landes Wert- 
erhöhungen ein, welche anscheinend das Volksvermögen steigern, tat- 
sächlich aber nur eine Wertverschiebung in sich schließen und daher 
den Wohlstand der Gesamtheit unberührt lassen, wie bei Kurssteigerung 
von Papieren, Erhöhung der Preise des Grund und Bodens und der 
Häuser in den Städten usw. Man wird daher den Ausdruck Volks- 
vermögen nur mit großer Vorsicht anwenden dürfen. 
‚ 3) K. Marx, Das Kapital, Bd. III, 2, Abt.,+S. 173: „Es ist endlich festzuhalten, 
daß der Preis von Dingen, die an und für sich keinen Wert haben, d. h. nicht das 
Produkt der Arbeit sind, wie der Boden, oder die wenigstens nicht durch Arbeit 
reproduziert werden können, wie Altertümer, Kunstwerke bestimmter Meister usw., 
durch sehr zufällige Kombinationen bestimmt werden kann. Um ein Ding zu ver- 
kaufen, dazu gehört nichts, als daß es monoupolisierbar und veräußerlich ist.“ 
S. 188 ebenda: „Der Wasserfall, wie die Erde überhaupt, wie alle Naturkraft, 
hat keinen Wert, weil er keine in ihm vergegenständlichte Arbeit darstellt, und 
daher auch keinen Preis, der normaliter nichts ist, als der in Geld ausgedrückte 
Wert. Wo kein Wert ist, kann eo ipso auch nichts in Geld dargestellt werden.“ 
. .S. auch Karl Diehl, Ueber das Verhältnis von Wert und Preis im ökono- 
mischen System von Karl Marx. Jena 1898. 
Vermögen.
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1915.
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