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Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

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Bibliographic data

fullscreen: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

Monograph

Identifikator:
1891000233
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-260008
Document type:
Monograph
Author:
Held, Adolf http://d-nb.info/gnd/116681667
Title:
Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1881
Scope:
XIV, 775 Seiten
1 Portrait
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Soziale und politische Literatur von 1776-1832.
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands
  • Title page
  • Einleitung zur sozialen Geschichte Englands von 1760-1832.
  • Erstes Buch. Soziale und politische Literatur von 1776-1832.
  • Zweites Buch. Entwicklung der Grossindustrie.
  • Erster Anhang. Vortrag über Handwerk und Grossindustrie.
  • Zweiter Anhang. Belegstellen.
  • Index

Full text

142 
Erstes Buch, Cap. 1. 
haupt und namentlich in Theuerungsfragen nichts positiv Gutes 
schaffen; die Reichen seien nicht zahlreich, ihr Reichthum sei 
im Gesammtinteresse zu erhalten — öffentliche Zwangs-Armen- 
pflege, Lohnregulirung und Beschränkung des Kornhandels 
seien Verirrungen. Man klage über das Monopol der Kauf- 
leute; aber nur Monopol der Autorität sei schlimm, Monopol 
des Kapitals sei eine grosse Wohlthat für die 
Armen. „Nicht durch Brechen der Gesetze des Handels, 
d. h. des freien Handels, welche die Gesetzeder Natur 
und also die Gesetze Gottes sind, können wir hoffen, 
die göttliche Ungnade zu besänftigen und irgend ein Uebel, 
unter dessen Druck wir seufzen, zu entfernen. Der Staat 
müsse sich auf die wahrhaft öffentlichen Angelegenheiten be- 
schränken, zu viel Regieren und besonders Einmischung des 
Staats in Nahrungsfragen sei vom Uebel. Eben das sei der 
Fehler der sonst so herrlichen {französischen Monarchie ge- 
wesen, dass sie zu viel regiert und das Volk daran gewöhnt 
habe, die Regierung für Alles verantwortlich zu machen. 
Burke predigt einfach unbedingte Zufriedenheit Aller mit 
der im Princip anerkannten individuellen Freiheit auf wirth- 
schaftlichem Gebiet... Auch hier ist er — in deutlich hervor- 
tretender Geistesverwandtschaft mit Malthus — einfach um 
jeden Preis gegenüber den bestehenden englischen Einrich- 
tungen eonservativ; er sieht nicht und will nicht sehen, dass 
das neu entstandene wachsende Proletariat dem Staat und den 
herrschenden Classen neue Aufgaben auflegt, neue Sorgen be- 
reitet. Es bleibt demgegenüber praktisch unerheblich, wenn 
Burke in idealem Schwung des Gefühls 1796 (Bd. VIII. 8. 88) 
zagt: „Wenn der Reichthum der gehorsame, arbeitsame Die- 
ner von Tugend und Ehre ist, dann ist er an seinem Platz 
und von Nutzen: Wenn aber diese Ordnung umgekehrt und 
die Ehre der Erhaltung des Reichthums geopfert wird, so 
kann der Reichthum, der weder Augen noch Hände noch sonst 
wahrhafte Lebenskraft in sich hat, nicht lange das Dasein 
seiner belebenden Kräfte, legitimen Herren und mächtigen Be- 
schützer überleben. Wenn wir unseren Reichthum. beherrschen, 
werden wir reich und frei sein — wenn er uns beherrscht,
	        

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Zwei Bücher Zur Socialen Geschichte Englands. Duncker & Humblot, 1881.
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