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Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

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Bibliographic data

fullscreen: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

Monograph

Identifikator:
1891000233
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-260008
Document type:
Monograph
Author:
Held, Adolf http://d-nb.info/gnd/116681667
Title:
Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1881
Scope:
XIV, 775 Seiten
1 Portrait
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Soziale und politische Literatur von 1776-1832.
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands
  • Title page
  • Einleitung zur sozialen Geschichte Englands von 1760-1832.
  • Erstes Buch. Soziale und politische Literatur von 1776-1832.
  • Zweites Buch. Entwicklung der Grossindustrie.
  • Erster Anhang. Vortrag über Handwerk und Grossindustrie.
  • Zweiter Anhang. Belegstellen.
  • Index

Full text

R. Malthus. 209 
im modernen Europa die präventiven Hemmnisse relativ 
gegenüber Krieg, Hungersnoth und Pest überwiegen, und dass 
auch die moralische Enthaltsamkeit, so sehr sie beim männ- 
lichen Geschlecht auch zu wünschen übrig lässt, heute schon 
mehr beobachtet werde als früher. Wenigstens sei das Hin- 
ausschieben des Heirathens aus vorsichtigen Ueberlegungen 
bereits heute das wichtigste Hemmniss der Bevölkerungsver- 
mehrung in Europa. — 
In diesen Auseinandersetzungen der zwei ersten Bücher 
mag im Einzelnen in Bezug auf historisches und statistisches 
Material Manches auszusetzen sein — vom Standpunkte heu- 
tiger Kenntnisse. Auch mag man die Einseitigkeit, mit welcher 
der erwähnte Confliet als letzte Ursache der verschiedensten 
Erscheinungen hervorgehoben wird, tadeln, und die arith- 
metische Progression als ein schlecht gewähltes Beispiel be- 
zeichnen, weil es leicht die falsche Anschauung von der Noth- 
wendigkeit der arithmetischen Progression hervorruft. Dies 
alles aber sind höchst unwesentliche Ausstellungen. Die Haupt- 
sache, dass zwischen der Neigung und Fähigkeit der Menschen, 
sich zu vermehren, und der Möglichkeit, die beliebig sich ver- 
Mehrenden Menschen zu unterhalten, ein Conflict besteht, und 
dass in Folge dessen die Vermehrung der Menschen nicht 
nach Belieben vor sich geht, sondern durch Leiden oder Ent- 
Sagung beschränkt wird — diesen Hauptsatz kann nur ein 
ünverbesserlicher Optimist leugnen !), der den Raum auf der 
Erde für unendlich gross hält, und auf Grund irgend einer 
Willkürlichkeit eine schmerzlose Abnahme des Geschlechts“ 
triebes bei wachsender Civilisation annimmt. Nicht oft ge- 
0ug kann man auch gegenüber manchen Gegnern betonen, 
dass Malthus nicht hehaupntet hat. die Menschenzahl wachse 
„9 In neuester Zeit wurde die Wahrheit dieses Satzes auch von socia- 
istischer Seite anerkannt, während bisher der extreme Socialismus Mal- 
hus meist nur bitter angegriffen hatte. S. Kautsky, Einfluss der Volks- 
vermehrung, Wien 1880. Leider kann sich der Verfasser, dem Wissen- 
;chaftlichkeit nicht abzusprechen ist, zu der sittlichen Höhe von Malthus 
Nicht erschwingen, und leitet aus seinem schroff utilitarischen Standpunkt 
len Rath des präventiven Geschlechtsverkehrs als des geringsten UVebels ab. 
deld, Son. Gesch. Engl.
	        

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Zwei Bücher Zur Socialen Geschichte Englands. Duncker & Humblot, 1881.
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