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Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

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Bibliographic data

fullscreen: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

Monograph

Identifikator:
1891000233
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-260008
Document type:
Monograph
Author:
Held, Adolf http://d-nb.info/gnd/116681667
Title:
Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1881
Scope:
XIV, 775 Seiten
1 Portrait
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Soziale und politische Literatur von 1776-1832.
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands
  • Title page
  • Einleitung zur sozialen Geschichte Englands von 1760-1832.
  • Erstes Buch. Soziale und politische Literatur von 1776-1832.
  • Zweites Buch. Entwicklung der Grossindustrie.
  • Erster Anhang. Vortrag über Handwerk und Grossindustrie.
  • Zweiter Anhang. Belegstellen.
  • Index

Full text

260 
Erstes Buch, Cap. 8. 
und Leidenschaften der Menschen; er leugnete, dass die 
Menschen sich über ihren Vortheil irren und darüber mit 
einander in Streit gerathen können. Er dachte nie daran, 
dass der Mensch nur als Glied eines grösseren Organismus 
verstanden werden kann, dass sein wahres Glück gar nicht 
im Erreichen des Gewünschten, sondern nur im Streben nach 
Vervollkommnung, in der Unterordnung unter ein Ideal liegt. 
Er ignorirte Alles, was über dem Menschen steht, alle 
Mächte, die der Mensch ahnt und deren Wirken er fühlt, 
ohne dass er sie klar erkennt. Er fragte nicht nach dem 
Grund der menschlichen Existenz, nicht nach dem Zweck 
der Menschheit: für ihn existirten nur die einfachsten Ziele 
und Zwecke des einzelnen Menschen, nach deren Erreichung 
Jeder mit einfacher Berechnung streben kann. Seine grosse 
Entdeckung war eine fast abschreckende Beschränkung des 
Gesichtskreises. Aber er besass den Muth alle Consequenzen 
dieses beschyänkten Ausgangspunctes furchtlos zu ziehen; er 
beschönigte, er verhüllte nichts. Er konnte Abschreckendes, 
Falsches, Einseitiges sagen — aber nichts Abgeschmacktes. 
So wenig wir mit ihm übereinstimmen können, dem Manne, 
der nur sich selbst genügen wollte, vermögen wir die Aner- 
kennung einer gewissen Grösse des Geistes und Charakters 
nicht zu versagen, während uns schwächliche Nachfolger, die 
mit seinen Waffen klirren und populären Erfolg suchen, ohne 
seine Kraft zu besitzen, nur anwidern. — Er kannte das 
Schöne, das Sittliche nicht, nur das Nützliche; er besass 
wenig Phantasie, nur kritische Logik — er war aber ehrlich 
in dieser maasslosen Einseitigkeit, indem er auch seine 
eigenen edlen Motive verkannte und immer nur als Kritiker 
auftrat. 
Es ist unnöthig, die Einseitigkeit und Unbrauchbarkeit 
des Nützlichkeitsprineips noch weiter nachzuweisen. Als 
Philosoph ist Bentham allgemein als unbedeutend anerkannt 
(vergl. Guyau). Ebenso ist es uns unmöglich, hier Bentham’s 
sämmtliche publieirte Schriften eingehend zu besprechen; 
nur in Kürze sei erwähnt, dass ein grosser Theil derselben, 
und verade der besten und werthvollsten, sich auf Justizreform.
	        

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Zwei Bücher Zur Socialen Geschichte Englands. Duncker & Humblot, 1881.
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