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Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

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Bibliographic data

fullscreen: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

Monograph

Identifikator:
1891000233
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-260008
Document type:
Monograph
Author:
Held, Adolf http://d-nb.info/gnd/116681667
Title:
Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1881
Scope:
XIV, 775 Seiten
1 Portrait
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Entwicklung der Grossindustrie.
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands
  • Title page
  • Einleitung zur sozialen Geschichte Englands von 1760-1832.
  • Erstes Buch. Soziale und politische Literatur von 1776-1832.
  • Zweites Buch. Entwicklung der Grossindustrie.
  • Erster Anhang. Vortrag über Handwerk und Grossindustrie.
  • Zweiter Anhang. Belegstellen.
  • Index

Full text

408 
Zweites Buch, Cap. 1. 
Religiöse und rein politische Ordnungen zeigen eine 
relativ grössere Lebensfähigkeit bei gesunden Völkern; auch sie 
sind zwar dem ewigen Gesetz wechselvoller Entwicklung unter- 
worfen, aber die Grundzüge einmal errungener Ordnung sind 
langer, segensreicher Lebensdauer fähig. So auch ist es mit 
dem reinen Privatvermögensrecht, Anders jedoch ist es bei 
unseren Völkern mit demjenigen Theil des öffentlichen Rechts, 
welcher die Ordnung der Erwerbsthätigkeit des Volkes regelt. 
Langsam wohl entwickelt sich der Werdeprocess. Aber der 
Anfang des Vergehens folgt rasch auf den Höhepunkt ge- 
staltender Entwicklung. Vorzüglich hat dies Werden und Ver- 
gehen Schmoller an der Geschichte der deutschen Zünfte 
nachgewiesen !). Aehnlich ging es mit den mercantilistischen 
Ordnungen, welche der aufgeklärte Absolutismus einführte, um 
eine nationale Wirthschaft zu ermöglichen und zur Blüthe zu 
bringen. Die Manufacturreglements, Schifffahrtsgesetze, Han- 
delsmonopole und Schutzzölle waren ursprünglich bestimmt 
und geeignet, einen Handel und eine Industrie heranzuziehen, 
welche die Interessen grosser Nationen befriedigten und die 
Glieder derselben zu lebensvollen Einheiten zusammenfassen 
konnten, indem sie Einzelnen den Muth und die Anleitung 
zaben, gewerbliche Unternehmungen grösseren Maassstabs an- 
zufangen. Sie wurden allmälig ein Spielzeug eigensinniger 
Bureaukratenlaune und eine Einrichtung, welche einzelne 
Privilegirte, die schon reich und mächtig waren, in ihrem 
Interesse und auf Kosten der Gesammtheit zu bewahren 
suchten. Und deshalb erscholl der Ruf nach unbedingter 
wirthschaftlicher Freiheit, nach Wegfall aller wirthschaftlichen 
Ordnungen, während doch nur eine neue Zeit neuer Ordnungen 
bedurfte. Auf die Zeit, in der ein grossartigerer Sinn der Specu- 
(ation herangezogen werden musste, folgt die Zeit, in der es 
gilt, den erworbenen mobilen Reichthum zu humaner Pflege 
ler Gesammtinteressen zu erziehen — auf die Zeit der Fabrik- 
veglements folgt die der Fabrikgesetze, auf die Zeit der privi- 
jegirten Handelsgesellschaften die der allcemeinen (esetze für 
i) Geschichte der Strassburger Tucher- und Weberzunft 1879.
	        

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L’ Allemagne Économique Ou Histoire Du Zollverein Allemand. Ainé, 1874.
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