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Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

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Bibliographic data

fullscreen: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

Monograph

Identifikator:
1891000233
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-260008
Document type:
Monograph
Author:
Held, Adolf http://d-nb.info/gnd/116681667
Title:
Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1881
Scope:
XIV, 775 Seiten
1 Portrait
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Entwicklung der Grossindustrie.
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands
  • Title page
  • Einleitung zur sozialen Geschichte Englands von 1760-1832.
  • Erstes Buch. Soziale und politische Literatur von 1776-1832.
  • Zweites Buch. Entwicklung der Grossindustrie.
  • Erster Anhang. Vortrag über Handwerk und Grossindustrie.
  • Zweiter Anhang. Belegstellen.
  • Index

Full text

Die Herrschaft der Hausindustrie, 557 
dustrie in der Hand von Handwerkern, die bereits in Bezug 
auf den Absatz von kaufmännischen Capitalisten abhängig und 
die nicht mehr im Stande waren, die alte strenge Handwer- 
kerordnung zu halten. Sie verwandelten sich, ausser in York- 
shire, zu einfachen und entschiedenen Hausindustriellen, Beide 
Kategorien standen am Ende des Jahrhunderts in fruchtlosem 
Kampf gegen die Fabrikherrn, die aus den die Hausindustrie 
und das sogenannte Handwerk beherrschenden Kaufleuten her- 
vorgegangen waren. 
Auch in den andern Zweigen der Textilindustrie hatte 
im 18. Jahrhundert factisch das selbständige Handwerk der 
Hausindustrie das Feld geräumt. Die zwei wichtigsten Be- 
weise hierfür sind die ewigen Klagen über Materialunterschlag- 
ung, die nicht vorkommen können, wenn ein Meister, der selbst 
Eigenthümer des Materials ist, in seinem Hause und unter 
seinen Augen Lehrlinge und Gesellen arbeiten lässt — und 
die häufig bezeugte Thatsache, dass Kinder, Frauen und 
Greise beschäftigt wurden. Es ist charakteristisch, dass die 
Kinderarbeit, in den späteren Fabriken so stark beklagt, dass 
sie der Ausgangspunct für eine neue Ordnung der Industrie 
wurde, in den Zeiten der Hausindustrie meist ganz naiv als 
eine Verbesserung der Erwerbsverhältnisse des Volkes ge- 
rühmt wurde. 
Das alte Recht kannte zwar schon weibliche Lehrlinge. 
Aber es gehört doch zu den wesentlichen Eigenschaften des 
Handwerks, dass in demselben der Regel nach nur Leute be- 
schäftigt werden, denen die Meisterstellung in Aussicht steht. 
Dies ist aber nicht mehr der Fall, sowie Kinder, die nicht als 
Lehrlinge behandelt werden, erwachsene Frauen und Greise 
beschäftigt werden. Selbst wenn dies im Hause eines kleinen 
Meisters geschieht, der noch selbst Eigenthümer von Rohstoff 
und Product ist, so ist dann die Nothwendigkeit der Heran- 
ziehung solcher Hülfskräfte doch ein Beweis für Armuth des 
Meisters und Abhängigkeit desselben von einem reichen Ab- 
nehmer. — 
In der Segeltuchmacherei wurden 1736 Kinder von sieben
	        

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Zwei Bücher Zur Socialen Geschichte Englands. Duncker & Humblot, 1881.
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