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Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

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Bibliographic data

fullscreen: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

Monograph

Identifikator:
1891000233
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-260008
Document type:
Monograph
Author:
Held, Adolf http://d-nb.info/gnd/116681667
Title:
Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1881
Scope:
XIV, 775 Seiten
1 Portrait
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Entwicklung der Grossindustrie.
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands
  • Title page
  • Einleitung zur sozialen Geschichte Englands von 1760-1832.
  • Erstes Buch. Soziale und politische Literatur von 1776-1832.
  • Zweites Buch. Entwicklung der Grossindustrie.
  • Erster Anhang. Vortrag über Handwerk und Grossindustrie.
  • Zweiter Anhang. Belegstellen.
  • Index

Full text

658 
Zweites Buch, Cap. 5. 
Da der Bericht aber solche Cassen nicht erzwingen und 
unter behördliche Aufsicht stellen will, so ist nicht einzusehen, 
wie verhütet werden soll, dass solche Cassen einfach Gewerk- 
vereine werden und für das Prineip, dass Jeder nur bis zum 
Betrag seiner Einlagen unterstützt werden soll, sind keine ge- 
nügenden Gründe zu finden, 
Der Werth des Berichts liegt sonach zumeist nur in der 
Anerkennung des Uebels, So gross dasselbe ist, so ist es doch 
unbedingt ohne Zerstörung der Grossindustrie zu heben. Eine 
Hebung desselben durch eigentliche Versicherungsanstalten 
ist unmöglich, weil die Höhe der Gefahr sich absolut nicht 
erfahrungsgemäss feststellen lässt und weil es keine sicheren 
formalen Anhaltspunete giebt, verschuldete und unverschuldete 
Arbeitslosigkeit zu unterscheiden. Man denke nur an den 
Fall, dass den Arbeitern ein niedriger Lohn geboten wird, zu 
dem sie nicht arbeiten wollen. 
Es können hier nur genossenschaftliche Verbände nach 
Art der Gewerkvereine helfen, die von den Arbeitern freiwillig 
gebildet und von ihnen selbst verwaltet werden, und welche 
die Vertretung der Interessen der Arbeiter in Bezug auf die 
Lohnhöhe mit übernehmen.) Ohne auf die Entwicklung die- 
ser Verbände näher einzugehen, weisen wir nur im Allge- 
meinen darauf hin, dass sie sich in dem krisenreichsten Lande 
der Grossindustrie besonders stark. blühend und gemässigt 
entwickelt haben. 
Die Noth und Gefahr der modernen Conjuncturen treibt 
die Arbeiter zu geschlossenen Verbänden zusammen, SO wie 
einst die Zünfte zum Kampf und Schutz gegen die Mächte 
gegründet wurden, die in alter Zeit die stätige Entwicklung 
des Gewerbes bedrohten. Es ist eine wahnwitzige extreme 
Ansicht, dass die Schwankungen des Absatzes zur Abschaff- 
ang der wirthschaftlichen Freiheit und der selbständigen Unter- 
1) S. Brentano, Arbeiterversicherung etc. 1879. Ich stimme den Mo- 
tiven und Vorschlägen dieses Buchs keineswegs durchweg zu. Darin hat 
aber Brentano recht, dass nur Gewerkvereine die Versicherung gegen 
Erwerbslosigkeit leisten können.
	        

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Zwei Bücher Zur Socialen Geschichte Englands. Duncker & Humblot, 1881.
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