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Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

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Bibliographic data

fullscreen: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

Monograph

Identifikator:
1891000233
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-260008
Document type:
Monograph
Author:
Held, Adolf http://d-nb.info/gnd/116681667
Title:
Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1881
Scope:
XIV, 775 Seiten
1 Portrait
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands
  • Title page
  • Einleitung zur sozialen Geschichte Englands von 1760-1832.
  • Erstes Buch. Soziale und politische Literatur von 1776-1832.
  • Zweites Buch. Entwicklung der Grossindustrie.
  • Erster Anhang. Vortrag über Handwerk und Grossindustrie.
  • Zweiter Anhang. Belegstellen.
  • Index

Full text

564 
Zweites Buch, Cap. 6. 
leben müssen. Die nicht abgeschlossene Gruppe der Herrschen- 
den herrscht gleichsam über unpersönliche, weil fortwährend 
wechselnde, Knechte. Alles Privatcapital giebt in erster Linie 
Kaufkraft gegenüber dem ganzen Markt. Die Geldwirthschaft 
ersetzt das Recht der Begünstigten auf bestimmte Dienstlei- 
stungen und Naturalien durch eine nicht qualitativ, sondern 
nur quantitativ bestimmte Macht über Alles, was einen Preis 
hat. Sie giebt eine sozusagen fortwährend in der Schwebe 
gehaltene Consumtionsfähigkeit. Alles Privatcapital behält 
etwas von der Natur des Geldes, es giebt eine auch stets in 
Schwebe gehaltene, nur quantitativ und im Vergleich mit An- 
deren gemessene Herrschaft über den Arbeitsmarkt. 
Diese neue Macht erwächst nicht durch organisirte syste- 
matische That eines bestimmten schon abgegrenzten Standes, 
Sie erwächst durch erfolgreiche isolirte Anstrengungen Ein- 
zelner, die über die alten Ordnungen hinausstreben. 
Im Laufe der Zeit finden sich die herrschenden Capita- 
listen allerdings zu gemeinsamer Vertretung ihrer eigenthüm- 
lichen Interessen namentlich. gegenüber dem Grossgrundbesitz 
zusammen. Sie bleiben aber eine Gruppe von Individuen, 
die unter sich und mit Anderen lediglich durch das Privat- 
recht zusammenhängen und Beziehungen haben wollen. Sie 
haben die Staatsgewalt namentlich unter dem Mercantilsystem 
gerne für sich benutzt; aber der Staat war nur ihr Diener 
und weder sie noch die Staatsgewalt dachten daran, der neuen 
Macht in der örganischen Gliederung des staatlichen Volkes 
Rechte und Pflichten zugleich zuzuweisen. 
Die grossen Grundherrn haben ihrer Zeit die sociale Ord- 
nung der alten Bauerngemeinden aufgelöst, sie haben aber 
zugleich staatliche Pflichten übernommen, und wenn sie diese 
auf dem Continent über dem Streben nach Vergrösserung und 
Befestigung ihrer Macht vielfach vergassen, so sind sie in 
England ein Stand wirklicher Staatsdiener geworden und ge- 
blieben. Sie waren nicht eine Oligarchie, sondern eine wahre 
Aristokratie. 
Dagegen denkt das erstarkende Capital nur an Auflösung 
alter öffentlich rechtlicher Ordnungen: es löst das Handwerk
	        

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Zwei Bücher Zur Socialen Geschichte Englands. Duncker & Humblot, 1881.
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