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Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

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Bibliographic data

fullscreen: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

Monograph

Identifikator:
1891000233
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-260008
Document type:
Monograph
Author:
Held, Adolf http://d-nb.info/gnd/116681667
Title:
Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1881
Scope:
XIV, 775 Seiten
1 Portrait
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Anhang. Belegstellen.
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands
  • Title page
  • Einleitung zur sozialen Geschichte Englands von 1760-1832.
  • Erstes Buch. Soziale und politische Literatur von 1776-1832.
  • Zweites Buch. Entwicklung der Grossindustrie.
  • Erster Anhang. Vortrag über Handwerk und Grossindustrie.
  • Zweiter Anhang. Belegstellen.
  • Index

Full text

710 
14. 
Belegstellen. 
sen, immer im Finstern und ganz allein, und viele Kinder sagen, dass 
während des grösseren Theils des Winters Wochen vergehen, ohne 
dass sie das Licht des Tages erblicken, ausser an den Tagen, an 
welchen die Arbeit ausgesetzt wird und an Sonntagen. 
Die harte Arbeit des Schiebens und Ziehens der Kohlenwagen von 
len Werken nach den Hauptgängen oder bis an den Eingang des 
Schachtes beginnt zu verschiedenen Lebensjahren, von sechs Jahren 
an aufsteigend; es ist dies eine Arbeit, welche, wie alle Zeugen 
zersichern, das unausgesetzte Anstrengen aller physischen Kräfte der 
jugendlichen Arbeiter erfordert. 
In allen Districten, wo auch Arbeiterinnen in den Kohlengruben 
arbeiten, verrichten beide Geschlechter genau dieselbe Arbeit und auch 
während derselben Zeitdauer; Knaben und Mädchen, junge Männer 
and junge Frauenzimmer, sogar verheirathete und schwangere Frauen 
aind fast nackt während sie arbeiten, und die Männer in vielen Gru- 
ben gänzlich nackt. Der demoralisirende Einfluss der unterirdischen 
Arbeit auf die Frauen wird von allen Zeugen constatirt. 
Im. östlichen Schottland werden weit mehr Kinder und junge Leute, 
Jarunter viele Mädchen, in diesen Bergwerken beschäftigt, als dies in 
anderen Districten der Fall ist; ihre Hauptarbeit besteht darin, die 
Kohlenstücke auf dem Rücken die Leitern hinauf zu schleppen. 
13. Die regelmässige Arbeitszeit für Kinder und junge Leute dauert — 
wenn die Arbeit im vollen Gange ist — selten weniger als elf, öfter 
zwölf Stunden, in einigen Districten dreizehn und in einem einzigen 
gewöhnlich vierzehn und darüber. 
Die Nachtarbeit ist in der grossen Mehrzahl dieser Bergwerke ein 
Theil des gewöhnlichen Arbeitssystems und wird je nach der Nach- 
irage nach Kohlen mehr oder weniger regelmässig inne gehalten. Alle 
Zeugenaussagen führen aus, wie äusserst schädlich diese Einrichtung 
auf den physischen und moralischen Zustand der Arbeiter, besonders 
jer Kinder, einwirken muss. 
Obgleich streng genommen diese täglich so viele Stunden währende 
Arbeit nicht eine ununterbrochene genannt werden kann, da es in 
der Natur der Beschäftigung liegt, dass Pausen von einigen Minuten 
eintreten, während welcher die Muskeln nicht angespannt sind, so ist 
loch von einer regelmässigen Freizeit zum Ausruhen keine Rede, son- 
dern die Arbeiter nehmen ihre Nahrung während der Arbeit, so gut 
es eben geh4, zu sich. ; 
16. In den guteingerichteten Bergwerken, welche im Allgemeinen die 
kürzeste Arbeitszeit haben, und in einigen wenigen, wo regelmässig 
eine halbe bis eine ganze Stunde für die Mahlzeit bestimmt ist, brin- 
gen nach einem gewöhnlichen Arbeitstag die zehnjährigen und ältern 
Kinder nur selten Klagen über Müdigkeit vor, während dies in an-
	        

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Zwei Bücher Zur Socialen Geschichte Englands. Duncker & Humblot, 1881.
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