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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Concurrenz und der Preis
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

— 121 
logischen Reichthümer und selbst der gewerblichen Geschicklichkeit, der 
Coneurrenz wegen, welche sie einander machen, dem Produeenten 
nur vorübergehend, dem Consumenten dagegen für immer zu Gute 
kommen, so folgt, daß jedes Land ein Interesse an dem Fortschritt 
aller übrigen hat. Jeder Fortschritt im Orient stellt dem Ocecident 
einen Reichthum in Aussicht; Brennmaterial, das im Süden entdedkt 
wird, erspart den Bewohnern des Nordens Kaͤlte; trotz allen Fort 
schritten, welche Großbritannien in den Spinnereien macht, ziehen 
nicht die Capitalisten den Vortheil davon, denn der ZSinsfuß steigt 
nicht, und ebensowenig die Arbeiter, denn der Lohn bleibt derselbe, 
sondern schließlich erhalten dadurch die Russen, die Deutschen, die 
Spanier, kurz die Menschheit, mit weniger Mühaufwand gleiche 
Befriedigungen, oder, was auf Eins herauskommt, mit gleicher 
Můhe größere Befriedigungen. 
Es ist hier nur bon den Wohlthaten die Rede; man kann 
dasselbe von den Uebeln sagen, welche gewisse Völker oder gewisse 
Gegenden treffen. Die eigenthümliche Wirkung der Coneurrenz ist 
die, daß sie allgemein macht, was einzeln war. Sie wirkt genau 
nach dem Princip der Versicherungsanstalten. Wenn irgend eine 
Landplage die Felder der Bauern verwüstet, so leiden die Brodesser 
darunter; eine ungerechte Auflage auf den Weinbau in Frankreich 
macht den Wein für alle Weintrinker auf der Erde theurer. So 
treffen alle dauernden Vortheile und Uebel nur vorübergehend die 
Individuen, die Classen, die Völker; auf die Dauer treffen sie die 
ganze Menschheit, und erhöhen oder erniedrigen ihren allgemeinen 
Zustand. Demnach heißt es die Vortheile verkennen, welche auch für 
uns geschaffen sind, wenn wir irgend ein Volk um die Fruchtbarkeit 
seines Bodens, um seine schönen Häfen und Flüsse, um die Wärme 
seines Clima's beneiden; es heißt unseren eigenen Vortheil scheel 
ansehen, es heißt uns über die Mühe grämen, welche uns erspart 
ist. Also ist nationale Eifersucht nicht nur ein verwerfliches, sondern 
auch ein albernes Gefühl. Andern schaden, heißt sich selbst schaden; 
Andern Hindernisse schaffen, mögen es Zolltarife, Bündnisse, oder 
Kriege sein, heißt sich selbst den Weg erschweren. So führen alle 
schlechten Leidenschaften ihre Strafe, alle edeln Gesinnungen ihre
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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