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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Concurrenz und der Preis
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

— 123 
wenigstens die unbilligste und abscheulichste Ungleichheit wãre; ja 
auch die unheilbollste, denn sie würde die Coneurrenz nicht vernichten, 
sondern ihr nur gerade die umgekehrte Wirkung geben; man würde 
noch wetteifern, aber nur in der Trägheit, dem Unberstand und dem 
Mangel an Voraussicht. 
Endlich bewirkt diese so einfache und ebenso wahre Lehre, daß 
das große Princip der menschlichen Vervollkommnungsfähigkeit nicht 
mehr eine bloße Phrase, sondern eine streng bewiesene Wahrheit 
wird. Aus jener innern, nie ruhenden Triebkraft im Schooß der Indi⸗ 
vidualität entsteht der Fortschritt aller Beschäftigungen, d. h. die fort 
schreitende Mitwirkung von, ihrer Natur nach unentgeltlichen Kräften. 
Aus der Coneurrenz erwachsen der Gemeinschaft alle ursprünglich 
nur individuellen Vortheile. Die Größe des zu einem bestimmten 
Resultat erforderlichen Mühaufwandes wird immer geringer zum 
Vortheil des menschlichen Geschlechts, welches so von Generation zu 
Generation den Kreis seiner Befriedigungen und seiner Muße wach⸗ 
sen, und den Standpunkt seiner physischen, geistigen und sittlichen 
Vervollkommnung sich erheben sieht; und durch diese, unseres Stu— 
diums und unserer ewigen Bewundrung so würdige Anordnung 
der Dinge sehen wir klar die Menschheit sich aus ihrer Niedrig⸗ 
keit erheben. 
Doch verstehe man dies nicht falsch. Es wird nicht gesagt, daß 
jede Brüderlichkeit, jede Gemeinsamkeit, jede Vervollkommnung in 
der Concurrenz eingeschlossen sei. Vielmehr wird gesagt, daß sie sich 
mit diesen drei großen Grundsätzen der Gesellschaft verbindet, sie 
offenbart, und einer der mächtigsten Hebel zu ihrer vollendeten Ver— 
wirklichung ist. 
Unfre Aufgabe ist gewesen, die allgemeinen und folglich wohl⸗ 
thätigen Wirkungen der Concurrenz zu schildern; aber man darf 
nicht leugnen, daß ihre Wirkung bon vielen Störungen und Leiden 
begleitet ist. Vielmehr erklärt die eben auseinander gesetzte Theorie 
sowohl diese Leiden, als auch die unvermeidlichen Klagen, welche 
sie erregen. Weil das Werk der Concurrenz darin besteht, auszu— 
gleichen, so muß sie nothwendig einem Jeden entgegentreten, der 
seinen Kopf stolz über das Niveau erhebt. Natürlich bemüht sich
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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