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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Arbeit und ihr Lohn
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

139 
lich nothwendig ist, und deshalb ist das Eintreten auch nur des 
allergeringsten Uebermaßes von Concurrenz unter den Arbeitern ein 
wahres Unglück; es handelt sich nicht mehr für sie um eine Ver— 
minderung des Wohlstandes, sondern geradezu um die Möglichkeit 
des Lebens. 
Sobald ein Mangel an Arbeitsgelegenheit eintritt, wenn eine 
Stockung in einem Industriezweige, im Verkehr vorhanden ist, wenn 
irgendwo die Capitalmittel zu fehlen anfangen, um genug Arbeits- 
kräfte zu beschäftigen, so entsteht begreiflicher Weise unter den un— 
beschäftigten Arbeitern ein Drängen nach Arbeitsstellen; sie bieten 
sich um jeden Preis an, um nur einige Unterhaltsmittel zu erlan⸗ 
gen; sie vermehren die Zahl derjenigen, die sich in das vorhandene 
Lohncapital theilen sollen, bis der auf Jeden fallende Antheil nicht 
mehr zur Existenz hinreicht. Indem die steigende Mitbewerbung 
den Lohn drückt, hat der Arbeiter den doppelten Nachtheil stets ab 
nehmenden Lohnes und stets steigender Preise der Verbrauchsge⸗ 
genstände, denn je mehr das Capital der Unternehmer fehlt, je ge— 
ringer der Antheil desselben an der Production einer Waare ist, 
um so mehr hat der Preis derselben eine steigende Tendenz. Die 
Arbeiter werden von allen Klassen der Gesellschaft durch eine Theue— 
rung in die bedenklichste Lage gesetzt. Ihr Lohn, der nur knapp 
ausreichte, um bei den früheren niedrigen Preisen der Lebensmittel 
den nöthigen Unterhalt zu gewinnen, erscheint völlig unzureichend, 
die erhöhten Preise dafür zu bestreiten. Allerdings muß sich in 
Folge der Theuerung der Geldsatz des Lohnes so weit erhöhen, 
bis derselbe mit den gesteigerten Preisen der Lebensbedürfnisse wie. 
der ins Gleichgewicht kommt. Aber dies pflegt erfahrungsmäßig 
erst dann zu geschehen, nachdem ein Theil der Lohnarbeiter fast zu 
Grunde gegangen ist. Lange Zeit verstreicht, schwere Kämpfe, ent⸗ 
setzliches Elend bis zum Hungertod müssen oft erduldet werden, bevor 
diese Lohnerhöhung das richtige Maß wieder erreicht. 
Gewiß liegt hierin viel, nur zu viel Wahres. Das Elend 
und die Erniedrigung dieser Klasse von Menschen, welche bei dem 
Geschäfte der Production den materiellen Theil vollzieht, leugnen, 
hieße die Augen gegen das Licht verschließen. Grade auf die
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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