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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Der Capitalgewinn und der Wucher
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

— 251 — 
erhalten werden, und Strafgesetzen, welche offenbar dem Interesse 
ihren Fortbestand verdanken, fehlt der Nimbus des substantiellen 
Rechts. Wenn aber bis jetzt die Wuchergesetze ihre Wirksamkeit 
weniger in den leicht zu umgehenden Strafbestimmungen, als in 
ihrem moralischen Einflusse auf die Gesinnung eines großen Theiles 
der Capitalistenelasse fanden, so ist ein gegen diesen gerichteter Stoß 
ein sehr empfindlicher, der auf das Interesse der Grundbesitzzer selbst 
seine wesentlichen Rückwirkungen üben wird. 
Eine sehr zahlreiche Klasse von Capitalisten hält die hypothe⸗; 
karische Anlage ihrer Capitalien für die beste. Gerade diese Klasse 
wurde auch in ihrer Denkweise von den Wuchergesetzen beherrscht. 
Sie bot ihr Geld auf Hypotheken nur da, wo sie es durchaus 
sicher angelegt glaubte, und wo sie deshalb mit dem gesetzlichen Zins⸗ 
juße sich für völlig befriedigt hielt. Sie drängte sich also zu den 
ersten Hypotheken und drückte den Zinsfuß derselben durch ihr con⸗ 
eurrirendes Angebot von Capitalien mehr herab, als dies ohne die 
moralische Einwirkung der Wuchergesetze der Fall gewesen sein 
würde. Nur hierdurch wird der herrschende gleichmäßige und den 
ichersten Staatspapieren gegenüber sehr niedrige Zinsfuß für erste 
Hypotheken erklärlich. Wenn z. B. der preußische Staat nur mit 
418 Credit erhielt, dagegen erste Hypotheken häufig nur 348 zah⸗ 
len, so ist dieser Zinsunterschied zu Gunsten der Hypotheken durch 
die größere Sicherheit derselben nicht in seinem ganzen Umfange 
gerechtfertigt. Denn unter Umständen, wo die Zinszahlungen des 
Staates unsicher würden, d. h. in Kriegen, welche die Existenz des 
Staates bedrohen, würde man ebensowenig auf das regelmäßige 
Einlaufen der Hypothekenzinsen rechnen können. Der Vortheil 
ferner, welchen die Kündbarkeit der Hypotheken gewährt, ist nur so 
lange ein solcher, als der Vorzug, den man den Hypotheken vor 
den Staatspapieren gewährt, den Cours der letzteren größeren 
Abwärtsschwänkungen aussetzt. Wenn es aber hauptsächlich die 
moralische Herrschaft der Wuchergesetze über die Gemüther der Capi- 
aalisten ist, welche diese sich zu den Hypotheken drängen läßt, deren 
natürlicher Zinsfuß den Wuchergesetzen gar nicht oder nur aus 
nahmsweise verfällt, so muß diese Concurrenz der ————— 
*—— 
vers 
854 
—⸗
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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