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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Das Geld
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

342 
des Fortschrittes stehen, wenn sie nicht ein Mittel gefunden haͤtte, 
den Tausch zu erleichter.. Darum gebrauchen die Menschen seit 
den ältesten Zeiten bei ihren Umsätzen eine Zwischenwaare: das 
Metall. Gleichzeitig damit treten zwei volkswirthschaftliche Erschei⸗ 
nungen an's Licht, die man Kauf und Verkauf nennt. Die Natur, 
das Wesen, die Eigenschaft des Tausches gehen gleichwohl durch 
diese Zwischenwaare nicht verloren. 
In der That, die Erscheinung eines bequemen Tauschmittels 
kann weder die Natur der Dinge, noch die der Menschen ändern. 
Es bleibt immer für Jeden das Bedürfniß, welches die Anstrengung 
bestimmt, und die Befriedigung, die sie belohnt. Der Tausch ist 
erst vollendet, wenn derjenige, der zu Gunsten eines Andern eine 
Anstrengung übernommen hat, einen Dienst von gleichem Werthe, 
d. h. eine Befriedigung, dafür empfangen hat. Deshalb verkauft 
er erst seine Dienstleistung gegen die Zwischenwaare; dann kauft er 
mit dieser Zwischenwaare Dienste von gleichem Werthe. So bilden 
wieder die beiden Factoren den einfachen Tausch. 
Nehmen wir z. B. einen Arzt. Jahrelang hat er seine Zeit 
und seine Fähigkeiten dem Studium der Krankheiten und Heilmittel 
gewidmet. Er hat Kranke besucht, er hat Rathschläge gegeben, mit 
einem Worte, er hat Dienste erwiesen. Statt von seinen Patienten 
als Lohn directe Dienstleistungen zu empfangen, was den einfachen 
Tausch dargestellt hätte, hat er von ihnen eine Zwifchenwaare er— 
halten, Metall, mit dem er sich die Befriedigungen verschafft hat, 
die er schließlich im Auge hatte. Die Kranken haben ihm nicht das 
Brod, den Wein, die Hausgeräthe, wohl aber deren Werth geliefert. 
Sie haben nur deshalb Geld abtreten können, weil sie früher selbst 
Dienste geleistet hatten. Es findet also eine Ausgleichung der beider— 
seitigen Dienste statt, und wenn es möglich wäre, diesen Kreislauf 
im Geiste bis zum Schlusse zu verfolgen, so würde man sehen, wie 
durch die Dazwischenkunft des Geldes der Tausch sich in eine 
Vielheit einfacher Umwechselungen auflöst. Bei der einfachen Um- 
wechselung ist der Werth die Abschätzung zweier ausgetauschten und 
direet mit einander verglichenen Leistungen. Bei dem zusammenge⸗ 
setzten Tausche werden die beiden Leistungen ebenfalls gegen einander
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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