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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

— 217 
eben diese Concurrenz würden ihm die besten Waaren zu den bil. 
ligsten Preisen geliefert. 
Zu diesen positiven Gründen kommen noch die negativben, 
welche gegen die Zünfte sprechen. 
Das Vorschreiben einer bestimmten Lehr- und Gesellenzeit sei 
keine Gewähr dafür, daß die Zeit auch gut zum Lernen benutzt 
werde; — auch sei bei der Verschiedenheit der Anlagen bei dem 
Einen eine viel kürzere Zeit hinreichend, um das Handwerk zu 
erlernen, als bei dem Andern. 
Die bei der Prüfung abgelegten Proben bürgten nicht dafür, 
daß der Arbeiter auch für seine Kunden mit derselben Sorgfalt ar— 
heiten werde, wie für das Gesellen, und Meisterstück. Auch sei es 
gar nicht die Fähigkeit zu arbeiten allein, welche den künftigen 
Meister mache, sondern eben so sehr und noch mehr die Fähigkeit, 
ein Geschäft zu leiten. 
Ueberdies lasse sich gar kein Maß feststellen, welches als all⸗ 
gemeines Erforderniß dem Handwerker gesetzt werden solle, da die 
Befähigung sich nach den Bedürfnissen richten müsse, welche durch 
sie befriedigt werden sollen, diese aber eine sehr wandelbare 
Sache seien. 
Dice Erschwerung und Verzögerung der Ansässigmachung wirke 
zwar allerdings auf eine Verminderung der Meister, andererseits 
aber werde durch die längere Dauer der Lehr und Wanderzeit die 
Anzahl der Gesellen vermehrt, also eine Verminderung des Lohns 
herbeigeführt, so daß, was auf der einen Seite gewonnen, auf der 
andern verloren werde. Dazu komme, daß der Absatz der Gewerbs— 
waaren ein unsicherer sei, also trotz aller Regelung die Anzahl der 
Meister nicht mit dem Bedürfniß im Gleichgewicht erhalten wer— 
den könne. Ueberdies würden auch bei aller Beschränkung die 
fähigen Meister, welche die besten und billigsten Waaren liefern, 
die meiste Kundschaft haben, während die unfähigeren nur in dem 
Maße zu thun hätten, als die besseren die Arbeit nicht bewältigen 
könnten. 
Auf Grund dieser Anschauung suchte zuerst der Minister Tur⸗ 
got im Jahre 1774 die Zunfteinrichtungen in Frankreich aufzuheben.
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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