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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

43 
zweig eine so große Zahl von Arbeitern, daß es unmöglich ist, sie 
alle in Einer Werkstatt zu versammeln. Man sieht da selten zu 
gleicher Zeit mehr als diejenigen, welche in einem einzelnen 8weige 
thätig find. Obgleich daher in solchen Gewerken die Arbeit wirklich 
in viel mehr Abtheilungen zerfällt, als in Gewerken von geringerem 
Belang, so ist die Theilung doch nicht so augenfällig und deßhalb 
auch weniger bemerkt worden. 
Um ein Beispiel von einem wenig belangreichen Gewerke zu 
geben, bei welchem man jedoch sehr oft von der Theilung der Ar⸗ 
beit Notiz genommen hat, nämlich von der Stecknadelfabrik, so 
könnte ein für dies Geschäft (woraus die Theilung der Arbeit ein 
eigenes Gewerbe gemacht hat) nicht angelernter Arbeiter, der mit 
dem Gebrauch der dazu verwendeten Maschine (zu deren Erfindung 
wahrscheinlich dieselbe Theilung der Arbeit Gelegenheit gegeben hat) 
nicht vertraut wäre, vielleicht mit dem äußersten Fleiße täglich kaum 
eine, gewiß aber keine zwanzig Nadeln machen. In der Art aber, 
wie dies Geschäft jetzt betrieben wird, ist es nicht nur ein eigenes 
Gewerbe, sondern theilt sich in eine Zahl von Zweigen, von denen 
die meisten wiederum eigene Gewerbe sind. Einer zieht den Draht, 
ein Anderer richtet ihn, ein Dritter schrotet ihn ab, ein Vierter spitzt 
ihn zu, ein Fünfter schleift ihn am obern Ende, damit der Kopf 
angesetzt werde; die Verfertigung des Kopfes erfordert zwei oder 
drei verschiedene Verrichtungen; das Ansetzen desselben ist ein eigenes 
Geschäft, das Weißsieden der Nadeln ein anderes; ja sogar das 
Einstecken der Nadeln in Papier bildet ein Gewerbe für sich. So 
ist das wichtige Geschäft der Stecknadelfabrikation in ungefähr 
achtzehn verschiedene Verrichtungen getheilt, die in manchen Fabriken 
alle von eben so vielen Händen vollbracht werden, während in 
andern ein einziger Mensch zwei oder drei derselben auf sich nimmt. 
Ich habe eine kleine Fabrif dieser Art gesehen, wo nur zehn Men— 
schen beschäftigt waren und manche daher zwei oder drei verschiedene 
Verrichtungen zu erfüllen hatten. Obgleich nun diese Menschen sehr 
arm und darum nur leidlich mit den nöthigen Maschinen versehen 
waren, so konnten sie doch, wenn sie sich tüchtig daran hielten, zu⸗ 
sammen zwölf Pfund Stecknadeln täglich liefern. Ein Pfund
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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