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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

553 
zu bildenden gemeinsamen Ordnung ist ein schnellzügiges und ein— 
faches Gerichtsverfahren bezüglich aller zwischen den einzelnen Staa— 
ten sich erhebenden Differenzen erforderlich. Wie dasselbe im Ein— 
zelnen angeordnet werden mag, ist für das Ganze gleichgültig, wenn es 
nur schnelle Entscheidung verbürgt. Bezüglich etwaiger Erwerbs— 
und Niederlassungsbeschränkungen, die der Angehörige des einen 
Staats in dem andern den festgestellten Grundsätzen zuwider er— 
fahren sollte, würde vielleicht ein hinlänglicher Schutz darin zu fin. 
den sein, daß die sich erhebenden einzelnen Streitfälle den ordent— 
lichen Gerichtsbehörden oder den in geordnetem JInstanzengaug ent—⸗ 
scheidenden Verwaltungsjnstizbehörden des Staates, wo der Streit 
sich erhebt, überlassen werden. 
Dabei müßte allerdings festgesetzt werden, daß wenn ein Staat 
durch Entscheidungen des andern die vereinbarten Grundsätze be— 
harrlich angegriffen glaubt, er eine schnelle interpretatorische Ent— 
scheidung herbeizuführen vermag. Wäre ein deutsches Bundesgericht 
vorhanden, so wäre dieses die natürliche Instanz. Die Nothwen— 
digkeit eines Bundesgerichts für deutsche Rechtszustände tritt also 
auch hier hervor. Da aber ein solches zunächst weder vorhanden, 
noch zu hoffen ist, so muß ein Schiedsgericht geschaffen werden. 
Ein solches Schiedsgericht nicht blos für prinzipielle Fragen, 
sondern auch für jeden einzelnen Fall zuständig zu machen, in wel. 
hem ein Staat sich oder seinen Unterthanen (Heimathsangehörigen) 
in dem andern zuwider den vereinbarten Grundsätzen verletzt glaubt 
und deshalb das Schiedsgericht ansprechen will, dürfte sehr passend 
sein. Die einzelnen Staaten würden gewiß nur in Fällen, wo sie 
die feste Ueberzengung geschehenen Unrechts haben, Klage erheben. 
Diese würde schnell entschieden und viel Mißtrauen und gegenseitige 
Gereiztheit im Keime erstickt werden. Das sich verletzt glaubende 
Individuum könnte natürlich immer nur nach erschöpftem ordent 
lichem Rechtswege Beschwerde bei seinem Heimathsstaate führen, 
von dessen Ermessen die Betretung des schiedsrichterlichen Verfahrens 
abhinge.
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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