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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Handelsfreiheit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

3— 
604 
vermeiden, hatten wir einen Beamten ernannt. Wenn der Beamte 
meine Partei ergriffen hätte, so würde ich sein Recht sich einzumischen 
begreifen, denn es flösse aus meinem Recht der Vertheidigung, an 
dem sich nicht zweifeln ließ. Aber wie kommt er dazu, dem Berg . 
mann in seinem Unrecht beizustehen? Ich merke wohl, daß der 
Beamte seine Rolle gewechselt hat; er ist nicht mehr blos ein Mensch, 
dem seine Mitmenschen Rechte, welche sie selbst besaßen, übertrugen; 
nein, er ist ein übermenschliches Wesen, das seine Rechte aus sich 
selbst schöpft, und unter diesen maßt er sich das Recht an, die Ge— 
winne und die verschiedenen Lagen und Zustände der Gesellschaft 
auszugleichen. Gut denn, denke ich, so will ich ihn auch mit For⸗ 
derungen und Bitten bestürmen, so lange ich noch einen reichern 
Menschen, als ich selbst, in unserem Lande sehe. Doch antwortet 
man mir: Er wird nicht auf dich hören, denn sonst wäre er ein 
Communist, und er hütet sich wohl zu vergessen, daß es seine Be— 
stimmung ist, das Eigenthum nicht auszugleichen, sondern zu ga— 
rantiren. 
Und bei solcher Umkehrnung und Verwirrung aller Verhältnisse 
sollten nicht auch die Vorstellungen und Ideen sich verwirren? Um— 
sonst werdet ihr den Communismus bestreiten; so lange ihr ihn in 
dem Theile der Gesctzgebung, in den er sich eingenistet hat, schont 
und hätschelt, sind eure Anstrengungen vergebens. Der Communis- 
mus ist eine Schlange, die mit eurer Erlaubniß und eurem Bei— 
stande ihren Kopf unvermerkt in unsre Gesetze und Sitten gesteckt 
hat; und jetzt seid ihr ärgerlich, daß sie auch den Schwanz nach- 
ziehen will! 
Es ist möglich, daß Sie mir jetzt ein Zugeständniß machen, 
daß Sie sagen: Das Schutzsystem ruht auf dem communistischen 
Princip; es ist dem Recht, dem Eigenthum und der Freiheit zu⸗ 
wider: es bekleidet die Staatsgewalt mit willkürlichen Befugnissen, 
die keinen vernünftigen Grund haben; Alles das ist nur zu wahr: 
aber das Schutzshstem ist nützlich; geben wir es auf, so erliegen 
wir der fremden Coneurrenz und sind ruinirt. 
Da hätten wir also die Handelsbeschränkung vom ökonomischen 
Standpunkte zu, untersuchen. Abgesehen von dem Recht und der
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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