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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Handelsfreiheit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

—606 
daß Capital nicht mehr Arbeiter als früher beschäftigt, wenn man 
blos die Verwendung desselben ändert; zweitens: daß die Mehr— 
kosten des einheimischen Spinnens ein Verluft sind, der von irgend 
Jemandem getragen werden muß. 
Der Schutzzoll auf Producte des Ackerbaues zeigt sich in seiner 
ganzen gehässigen Ungerechtigkeit in Betreff der Proletarier, indem 
er auf die Dauer zugleich den Grundeigenthümern selbst schadet. 
Denken wir uns auf einer Südseeinsel, deren Boden das Privat. 
eigenthum einer gewissen Anzahl der Einwohner geworden ist, ein 
immer wachsendes Proletariat. Diese Klasse kann nichts von dem, 
vas zum Leben unumgänglich nöthig ist, direct erzeugen; sie muß 
ihre Arbeit anderen Menschen anbieten, welche ihr dafür Nahrungs- 
mittel und Rohstoffe zur Arbeit liefern können, also Getreide, Früchte, 
Gemüse, Fleisch, Wolle, Flachs, Leder, Holz u. s. w. Ihr liegt 
offenbar daran, daß der Markt, wo alle diese Dinge zu kaufen sind, 
ein möglichst ausgedehnter sei; eine je größere Fülle von Ackerbau— 
producten sie hier findet, desto mehr wird sie davon für jede Quan. 
tität ihrer eigenen Arbeit bekommen. Bei völlig freiem Verkehr 
würden eine Menge Schiffe Rohstoffe und Lebensmittel, die man 
mit fertigen Producten bezahlt, von den benachbarten Inseln und 
dem Festlande holen. Den Proletariern wird es so gut gehen, als 
sie nur verlangen können; ein gerechtes Gleichgewicht wird zwischen 
dem Werth der industriellen Arbeit und dem des Ackerbaues statt 
änden. 
Aber bei dieser Lage der Dinge stellen die Grundeigenthümer 
der Insel folgende Berechnung an: Wenn wir die Proletarier ver⸗ 
hindern, für die Fremden zu arbeiten und dafür von ihnen Nahrungs- 
mittel und Rohstoffe zu erhalten, so werden sie genöthigt sein, sich 
an uns zu wenden. Da ihre Zahl unaufhörlich wächst, und die 
Toncurrenz, welche sie sich unter einander machen, immer mehr sich 
geltend machen wird, so werden wir die Lebensmittel und Rohstoffe, 
welche wir nicht selbst brauchen, zu sehr hohen Preisen verkaufen 
können: mit anderen Worten, wir werden dann das Gleichgewicht 
zwischen dem verhältnißmäßigen Werthe ihrer und unsrer Arbeit 
gebrochen haben, und sie werden der Befriedigung unserer Bedürf-
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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