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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Theilbarkeit des Bodens
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

— 637 
Eben so vortheilhaft ist für den kleinen Handwerker und Fabrik— 
arbeiter die Möglichkeit eines kleinen Besitzes, weil er dadurch eine 
borübergehende Arbeitseinstellung oder Lohnverminderung leichter 
übersteht und seine Familie productiv beschäftigen kann. Selbst 
wenn er Jahr ein Jahr aus Arbeit hat, so liegt sein Grundstück 
nicht unbebaut, weil seine Familie es besorgt. Bedenkt man, welcher 
Ausdehnung und Vermehrung die Production des Vodens von dem 
Entwässern und Düngen an durch bloße Arbeit bis zur Spitze der 
Spatencultur im Gartenbau fähig ist, so wird man nicht bestreiten, 
daß der fleißige Arbeiter seine Zeit immer wird ausfüllen können. 
Man pflegt oft in Ländern, wo große Armuth herrscht, die— 
selbe der Theilung des Bodens zuzuschreiben, während umgekehrt 
diese nur eine Folge der Armuth ist. In Irland z. B. giebt es 
fast nur große Güter; dennoch herrscht dort wahres Elend. Dort 
ist der Mangel an Capital, an Bildung und der politische Druck 
die Ursache desselben. Die Vertheilung des Bodens würde nur 
dazu dienen, die Armuth zu lindern. Zudem giebt es dort 
wenig Besitzer, nur Pächter, welchen die Grundstücke nur auf ganz 
kurze Zeit überlassen werden, und dabei kann keine Landwirthschaft 
gedeihen. Wären die kleinen Güter ihr Eigenthum, so würde es 
bald anders sein. In Ulster, der anerkannt reichsten und am besten 
bebauten Provinz Irlands, ist die Vertheilung des Bodens auch 
am größten. In Meath hat man ebenfalls wahrgenommen, daß 
die kleinen Güter besser bewirthschaftet werden, als die großen. Bei 
der starken Entvölkerung, die Irland seit 25 Jahren erlitten hat 
und welche noch fortdauert, kann von einer großen Zerstückelung des 
Bodens überhaupt nicht mehr die Rede sein. Wenn nur Capital 
vorhanden wäre, die Güter könnten groß genug gemacht werden, 
ohne daß die Landbewohner anderwärts Beschäftigung zu suchen 
nöthig hätten. 
Im Allgemeinen zeigt die Erfahrnng, daß die Länder der 
freien Theilbarkeit des Bodens am besten angebaut sind. Man 
darf nur im Großen den Osten Deutschlands mit dem Westen ver— 
gleichen. 
In der Pfalz werden nach Hermann (Statistik des Königreichs
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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