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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Theilbarkeit des Bodens
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

640 — 
man als Folge derselben die große dortige Zerstückelung und Ar— 
muth betrachten, während eher die umliegenden geschlossenen Güter 
daran Schuld sind, von wo das Volk in die Umgegend auswan ⸗ 
dert, weil es dort keinen Boden haben kann. In Würtemberg be— 
trägt die Zahl der unehelichen Geburten in den Gegenden des 
Güterschlusses 20 Procent, in den anderen, worunter noch dazu die 
größten Städte, Stuttgart, Tübingen sind, nur sieben bis zwölf 
Procent. 
Die interessantesten Beobachtungen wurden in jener Hinsicht in 
Sachsen gemacht und durch das statistische Bureau neuerdings ver⸗ 
öffentlicht. Aus diesen, mit großem Fleiße bis ins kleinste Detail 
ausgearbeiteten Tabellen geht mit mathematischer Sicherheit die 
mnerkwürdige Thatsache hervor, daß die kleineren Güter durchweg 
veit mehr Vieh halten und ernähren, als die großen. 
Aus allen den Gründen für Güterschluß und Fideicommisse 
zeht nur hervor, daß sie sehr vortheilhaft für den Besitzer und zur 
Erhaltung des Familienglanzes sind, daß sie zwar eine kleine Klasse 
der wohlhabenden Landwirthe schaffen, deren sicherer Besitz und ge⸗ 
setzliche Begünstigung sie zu einer festen Stütze der Regierung 
machen, daß dafür aber auch eine überaus große Mehrzahl nur 
ümmerliches Auskommen hat, während in den Ländern der Theil- 
»arkeit jene Qualität auch vom kleinen Besitze gilt; denn jeder 
Grundbesitz hat etwas Conservatives in sich. 
Carl Arndt sagt in seiner „Volkswirthschaft“ von seiner Hei⸗ 
math Kurhessen, daß in den Kreisen Hanau und Gelnhausen, wo 
die Theilbarkeit schon seit Jahrhunderten besteht, nach den Lager⸗ 
—ED00— 
vor hundert Jahren, die Vertheilnng also ihr richtiges Maß erreicht 
habe. In den Kreisen Fulda und Hünfeld dagegen besteht Güter- 
schluß. Die Armuth derselben ist sprüchwörtlich, und jährlich wan⸗ 
dern zahlreiche Schaaren dort aus, um anderwärts Arbeit zu suchen. 
Vergleicht man beide Gegenden, so ist in Hanan die Anzahl der 
Landwirthe allerdings größer, und ihre Güter sind kleiner als dort, 
allein trotzdem sind sie reicher. Namentlich vortheilhaft unterscheiden
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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