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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

Charakteren, wie zwischen einem Philosophen und dem gemeinen 
Lastträger, scheint nicht sowohl von Natur vorhanden zu sein, als 
durch Gewohnheit, Uebung und Erziehung zu entstehen. Als sie 
auf die Welt kamen, und in den ersten sechs bis acht Jahren ihres 
Daseins waren sie einander sehr ähnlich, und weder ihre Eltern 
noch ihre Gespielen konnten eine merkliche Verschiedenheit gewahr 
werden. Etwa in diesem Alter oder bald darauf fing man an, 
sie zu sehr verschiedenen Beschäftigungen anzuhalten. Die Verschie— 
denheit ihrer Talente beginnt dann in die Augen zu fallen und 
erweitert fich nach und nach, bis zuletzt die Eitelkeit des Philoso— 
phen kaum noch irgend eine Aehnlichkeit anzuerkennen bereit ist. 
Aber ohne die Lust am Tauschen, Handeln und Auswechseln würde 
sich Jeder für sich den Bedarf und die Genußmittel des Lebens 
haben verschaffen müssen. Alle hätten dieselben Pflichten zu erfül 
len und dasselbe zu thun gehabt, und es hätte somit keine solche 
Verschiedenheit der Beschäftigung eintreten können, die allein zu 
einer großen Verschiedenheuheit der Talente führen konnte. 
Wie nun dieser Hang jene unter den Menschen verschiedenen 
Berufs so merkliche Verschiedenheit der Talente bildet, so macht 
eben dieser Hang jene Verschiedenheit nutzzbringend. Viele Thier— 
geschlechter, die anerkannter Weise zu derselben Gattung gehören, 
haben von Natur eine viel merklichere Unterschiedenheit der Anla— 
gen, als diejenige ist, welche sich vor der Gewöhnung und Erzie— 
hung unter den Menschen zeigt. Von Natur ist ein Philosoph 
nicht halb so sehr an Anlagen und Neigungen von einem Lastträ⸗ 
ger verschieden, als ein Windhund von einem Schäferhunde. Den⸗ 
noch sind diese verschiedenen Thiergeschlechter, obgleich alle zu ein 
und derselben Gattung gehörig, einander kaum in irgend einer 
Weise nützlich. Die Stärke des Bullenbeißers wird nicht im Ge⸗ 
ringsten durch die Schnelligkeit des Windhundes, die Spürkraft des 
Jagdhunds oder die Gelehrigkeit des Schäferhundes unterstützt. 
Die Wirkungen dieser verschiedenen Anlagen und Talente können 
aus Mangel an Kraft und Hang zum Tauschen und Wechseln 
nicht in ein Gesammtvermögen gebracht werden und tragen nicht 
das Geringste zur besseren Einrichtung und besserem Genusse der
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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