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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Der Werth und das Eigenthum
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

82 
strengungen, die der Gegenstand einer freiwilligen Uebereinkunft sind, 
zwei ausgetauschte Dienstleistungen, und — der Werth erscheint. 
Kann man sagen, daß, wie der Luft die Nüzzlichkeit inhärent ist, 
ebenso der Werth in ihr liegt? Die Luft hat physische Eigenschaften, 
die mit einem unserer physischen Organe in Einklang stehen, mit 
der Lunge. Was ich an Luft aus der Atmosphäre schöpfe, um 
damit die Taucherglocke zu füllen, ändert seine Natur nicht, und 
bleibt immer Stickstoff und Sauerstoff; keine neue physische Eigen— 
schaft hat sich damit verbunden, kein Reagens würde daraus ein 
neues Element, Werth genannt, hervorgehen lassen. Die Wahrheit 
ist vielmehr die, daß der Werth ausschließlich aus dem geleisteten 
Dienst entspringt. Die Luft ist nützlich, aber ohne Werth; sie erhält 
erst Werth, wo ihre Zuführung eine Anstrengung nöthig macht, und 
dadurch eine Dienstleistung veranlaßt, in der Taucherglocke. 
Es hat der Natur gefallen, mich so einzurichten, daß ich ster⸗ 
ben würde, wenn ich nicht von Zeit zu Zeit meinen Durst löschte, 
und die Quelle ist eine Meile weit vom Dorfe. Deswegen mache 
ich mir alle Morgen die Mühe, meinen kleinen Wasservorrath zu 
holen; denn beim Wasser habe ich diejenigen nützlichen Eigenschaften 
entdeckt, welche das Leiden, das man Durst nennt, zu beruhigen 
befähigt sind; — Bedürfniß, Anstrengung, Befriedigung, — Alles 
bleibt hier zusammen. Ich kenne die Nützlichkeit, den Werth kenne 
ich noch nicht. — Indeß, da mein Nachbar auch zur Quelle geht, 
sage ich zu ihm: erspare mir die Mühe, den Weg zu machen, leiste 
mir den Dienst, mir das Wasser zu holen. Während der Zeit will 
ich irgend etwas für dich thun, ich will dein Kind buchstabiren lehren. 
Dies paßt zufällig uns beiden. 
Zwei Dienstleistungen werden ausgetauscht und man kann sagen, 
daß die eine der andern werth sei. Man bemerke, daß das, was 
hier mit einander verglichen wird, die beiden Anstrengungen sind, 
und nicht die beiden Bedürfnisse, nicht die beiden Befriedigungen; 
denn nach welchem Maß wollte man das Wassertrinken mit dem 
Buchstabiren, die Befriedigung des leiblichen mit der des geistigen 
Durstes vergleichen. 
Bald darauf sage ich zum Nachbar: „Euer Junge ist mir
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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