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Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892064901
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-238006
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Urzeit und Mittelalter
Volume count:
Abt. 1
Place of publication:
Freiburg im Breisgau
Publisher:
Heyfelder
Year of publication:
1904
Scope:
XIX, 488 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Dreizehntes Buch
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Elftes Buch
  • Zwölftes Buch
  • Dreizehntes Buch

Full text

368 Dreizehntes Buch. Erstes Kapitel. 
gebrochen, dann zog fich der Adel verschüchtert zurück. Er 
verlief anfangs noch glücklicher für die Städte in Schwaben. 
Allein im entscheidenden Augenblick, da die Unterwerfung des 
Adels auch hier bereits in Aussicht stand, mischte sich Herzog 
Leopold von sterreich, der kühnste Vertreter der fürstlichen 
Gewalten in Süddeutschland, anfangs aus eignem Antrieb, 
später auch als Beauftragter König Wenzels ein und zwang 
die Städte zu einem Waffenstillstand und danach, zu Ehingen, 
zu einer Sühne in Form eines Landfriedens, und diese Sühne 
brachte die Städte um die Frucht ihrer Erfolge. 
Damit war klar geworden, was vorauszusehen war: im 
kritischen Zeitpunkt fand der Adel die Sympathien der Fürsten, 
ja im Hintergrunde einigermaßen auch die des Königs: die 
demokratischen Gewalten der Städte trafen schließlich, nach 
einigen Plänkeleien mit der adligen Aristokratie, auf die 
fürstlich-aristokratischen Gewalten; und nur die Stellung der 
monarchischen Gewalt zu diesem jetzt so vereinfachten demo⸗ 
kratisch-aristokratischen Gegensatze war noch nicht völlig frei 
von Schwankungen. 
Während damit beide Parteien, Städte und Fürsten, zum 
kommenden Kampfe zu rüsten hatten, konnte das Königtum, an 
sich schon fast machtlos, aber jetzt in der Lage des Züngleins 
an der Wage, noch einmal eine gewisse, vielleicht sogar zeitweis 
eine große Bedeutung erhalten. König Wenzel erkanute das 
wohl. Aber wie nutzte er die Lage aus! 
Zunächst versuchte er es noch einmal mit einem Land— 
friedensplane nach Art des Frankfurter vom September 1881: 
es war eine einseitige Begünstigung des Fürstentums, der sich 
die Städte wiederum nicht fügten, die vielmehr nur eine noch 
dauerhaftere Organisation ihrer Einungen zur Folge hatte. 
Nichtsdestoweniger nahm Wenzel den gescheiterten Landfriedens— 
plan zu Nurnberg im März 1383 nochmals auf, nunmehr unter 
einigem, großenteils freilich nur scheinbarem Entgegenkommen 
gegenüber den Städten. Es war ein im Sinne der Versöhnung 
der sozialen Interessen gleich erfolgloser Schritt, wie die früheren. 
Nur die Stadt Basel, und auch diese nur auf kurze Zeit, trat
	        

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Our Mineral Reserves. Gov. Print. Off., 1914.
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