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Deutsche Geschichte (Bd. 5, Hälfte 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsche Geschichte (Bd. 5, Hälfte 1)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892065975
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236173
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Volume count:
Bd. 5, Hälfte 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1894
Scope:
XIII, 358 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Kapitel. Weiterbildung der religiösen Ideen, soziale Revolution
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Deutsche Geschichte (Bd. 5, Hälfte 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Vierzehntes Buch. Erstes Kapitel. Die habsburgische Hausmacht unter Kaiser Maximilian I. ; Königtum und ständischer Föderalismus
  • Zweites Kapitel. Wirtschaftliche und soziale Wandlungen vom 14. zum 16. Jahrhundert
  • Drittes Kapitel. Entwicklung der individualistischen Gesellschaft
  • Viertes Kapitel. Erste Blüte individualistischen Geisteslebens
  • Fünfzehntes Buch. Erstes Kapitel. Religiöse Bewegung ; Luther
  • Zweites Kapitel. Weiterbildung der religiösen Ideen, soziale Revolution

Full text

Weiterbildung der religiössen Ideen, soziale Revolution. 327 
gegen die Städte vorgehen? Hörte er nicht aus ihren Worten 
die Stimmen der Fugger, der Welser, aller jener Großkaufleute 
heraus, denen er ewig verschuldet war, der finanziellen Stützen 
der katholischen Welt? Und gedachte er jemals stärkere finan— 
zielle Hilfe aus Deutschland' erhalten zu können, von wem 
anders konnte er sie erwarten, als von den Städten? Schon 
Macchiavelli hatte gesehen, daß die flüssige Wirtschaftskraft 
der behäbigen Nation allein in den Städten lebe, aus ihnen 
allein zu heben sei. Zudem: die teilweis zwinglischen und auch 
ganz allgemein schweizerischen Neigungen vieler oberdeutschen 
Städte waren dem Kaiser wohl bekannt. Sollte er den Anstoß 
dazu geben, die Städte auf die Seite der Eidgenossen zu treiben, 
deren unklare Haltung ihn in seiner italienisch-französischen 
Politik fortwährend in peinlicher Spannung erhielt? Der Kaiser 
ließ schließlich antworten: die Städte würden, falls sie ihm 
rziemlich Hilfe und Steuer thun wollten, bei ihm und seiner 
deutschen Botschaft gnädige und ehrbare Antwort und endliche 
Abschaffung des Zolles finden. 
Kein Zweifel: die Städte hatten in dem Kampfe um den 
Reichszoll gesiegt. Denn wie hätte das Reichsregiment ihrem 
und des Kaisers vereintem Willen widerstehen sollen? Und mit 
dem Reichsregiment hatten auch die Fürsten, dessen Auftrag— 
zeber, eine teilweise Niederlage erlitten. 
Unter diesen Umständen hätten die Fürsten alles daran 
setzen müssen, ihr Organ, das Reichsregiment, in jeder Hinsicht 
zu halten und zu heben. Allein das Gegenteil geschah. Zum 
Verständnis dieser merkwürdigen Schwenkung, in deren Verlauf 
der letzte Versuch einer föderalistischen Reform im Sinne der 
Zeit Kaiser Friedrichs IIIX und Kaiser Maxens zu Grunde 
zing, müssen wir die Entwicklung einer schon längere Zeit in 
den Vordergrund gedrängten sozialen Klasse verfolgen, des 
niederen Adels. 
Dem niederen Adel war längst sein eigentliches soziales 
Lebensideal entzogen worden. Wo waren die Zeiten hin, da
	        

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Deutsche Geschichte. Gaertner, 1894.
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