Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Neueste Zeit (Abt. 3)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Neueste Zeit (Abt. 3)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892071819
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236181
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neueste Zeit
Volume count:
Abt. 3
Place of publication:
Freiburg im Breisgau
Publisher:
Heyfelder
Year of publication:
1906
Scope:
IX S., S. [303] - 729
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Neue Dichtung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neueste Zeit (Abt. 3)
  • Title page
  • Contents
  • III. Neue Weltanschauung
  • IV. Neue Dichtung
  • V. Bildende Kunst und Musik
  • Index

Full text

o⸗ 
Zweiundzwanzigstes Buch. 
zu bedienen, nicht zur Durchführung einer radikalen, wenn 
auch zunächst nur intellektuellen Revolution auszunutzen: nicht 
um den eigenmächtigen allein, um den gesetzmäßigen Gebrauch 
des Verstandes handle es sich. Und damit nicht genug: von der 
gesetzmäßigen Freiheit des Denkens will Kant, wenn auch zu— 
nächst nur rein intellektualistisch, überführen zur gesetzlichen 
Freiheit des Handelns: sei ein Volk genügend gebildet, um der 
Freiheit des Handelns fähig zu sein, so werde diese Bildung 
derart auf die Regierung zurückwirken, daß sie den Menschen 
nicht mehr als Maschine, sondern seiner Würde gemäß betrachte. 
Man begreift, was diese Lehren auch für die Dichtung be— 
deuteten; Maß und klares Ziel auch in Dingen menschlicher 
Gemeinschaft war ihre Losung: und indem er Kants Bildungs— 
ideal zum Ideal ästhetischer Erziehung fortbildete, ward Schiller 
zum einflußreichen Lehrer subjektivistischer Selbstzucht. 
Dennoch läßt sich nicht verkennen, daß es sich hier mehr 
um Schranken handelte, die dem Empfinden und Denken des 
Dichters gezogen wurden, als um eine unmittelbare Förderung 
poetischen Schaffens selbst!. Diese ging, und zwar im reichsten 
Natürlich hatte auch der Rationalismus noch seine dichterischen 
Ausläufer. Hier mag wenigstens anmerkungsweise eines der liebens— 
würdigsten gedacht werden: Hebels, des letzten bedeutenden Vertreters auf⸗ 
klärerischer Idyllik. Was ihn kulturgeschichtlich besonders interessant macht, 
ist die Tatsache, daß ihm seine starke Wendung zum Volkstümlichen des 
alamannischen Stammes da, wo seine Dichtung zugleich in nationalen 
Formen des Metrums und der Versbildung einherschreitet, etwas fast Un— 
persönliches gibt: so in dem bekanntesten seiner Gedichte „Loset was i 
Euch will sage“. Aber auch da, wo perfönlichere Töne erklingen, halten 
sie sich im sittlichen Niveau der Zeit und des Stammes: so nimmt der 
Patriotismus die Form eines gemütvollen Partikularismus an, und die 
moralischen Anschauungen überschreiten nicht die rationalistische Grenze 
inniger religiös-christlicher Gefühle. Dabei wird ein gewisses, der Auf— 
klärung wohlanstehendes Gleichmaß der Stimmung beibehalten; nur selten 
vernimmt man Töne, die über das Idyllisch-Getragene hinausgehen, wie 
in dem bäuerlichen Muspilli von der „Vergänglichkeit“, dessen ernsteste 
Stellen an Vorstellungsweisen des alamannisch-schweizerischen Landsmanns 
Haller erinnern. Im übrigen tritt diese eigenartige seelische Umwelt noch 
diel deutlicher, als in den Gedichten, in den „Schaßkästlein-Erzählungen“
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Neueste Zeit. Heyfelder, 1906.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.