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Neueste Zeit (Abt. 3)

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Bibliographic data

fullscreen: Neueste Zeit (Abt. 3)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892073072
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237292
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neueste Zeit
Volume count:
Abt. 3
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Weidmann
Year of publication:
1909
Scope:
IX S., S. [361] - 749
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Kapitel. Zweite Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neueste Zeit (Abt. 3)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Kapitel. Erste Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
  • Viertes Kapitel. Zweite Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
  • Fünftes Kapitel. Ursprung, Verlauf und Ausgang des Kulturkampfs

Full text

306 Fünfundzwanzigstes Buch. Viertes Kapitel. 
Nunmehr versuchte Hohenlohe, unabhängig von inter— 
nationalen Beziehungen, aber doch in engem Zusammenhange 
mit dem Norddeutschen Bunde, einige Einheit in der süd— 
deutschen Entwicklung herbeizuführen. Er schlug vor, gewisse 
Angelegenheilen aller deutschen Staaten sollten als gemeinsam 
bezeichnet und unter gleichlautenden oder ähnlichen Vorlagen 
vom norddeutschen Reichstag und von den süddeutschen Ständen 
gleichzeitig, aber getrennt beraten werden. 
Demgegenüber riet Baden zu einer einfachen Verstärkung 
des norddeutschen Reichstags durch süddeutsche Mitglieder. 
Allein es fand hiermit in Berlin keine Gegenliebe. In 
der Tat wäre jede Maßregel dieser Art auf eine Verletzung des 
Prager Friedens hinausgelaufen; und so glaubte Bismarck, bei 
den drohenden Verhältnissen in Frankreich, die Verantwortung 
dafür nicht auf sich nehmen zu können. 
Dagegen bot sich von einer anderen Seite her eben jetzt 
die Möglichkeit einer weiteren Einigung des Nordens und des 
Südens, die zugleich alle Velleitäten Bayerns auf Begründung 
eines Südbundes ausschloß. Der Anlaß wurde gegeben durch 
die Zollverhältnisse. Unsere Erzählung hat hier etwas weiter 
zurückzugreifen. 
Die Zollvereinspolitik war eines der wesentlichsten Mittel 
gewesen, mit denen Preußen in den dreißiger und vierziger 
Jahren auf eine künftige Einigung Deutschlands unter seiner 
Führung hingearbeitet hatte. Als ein solches hatte sie sich dann 
auch sogar in den Zeiten der Reaktion, in den fünfziger Jahren, 
bewährt. 
Als Österreich, nach dem Tage von Olmütz 1851, seinen 
Nebenbuhler ganz zu demütigen bemüht war, hatte es ihm vor 
allem auch den Zollverein zu entwinden gesucht, indem es mit 
Hilfe einiger süddeutschen Regierungen selbst in den Zollverein 
zu gelangen suchte, um diesen dann seinerseits zu beherrschen. 
Preußen hatte aber durch raschen Abschluß mit dem damals 
noch unter der Führung Hannovers bestehenden niedersächsischen 
Steuervberein die Verwirklichung dieser Absicht, wenn nicht ver— 
eitelt, so doch wenigstens hinausgeschoben; und indem es am
	        

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Neueste Zeit. Weidmann, 1909.
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