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Neueste Zeit (Abt. 3)

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Bibliographic data

fullscreen: Neueste Zeit (Abt. 3)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892073072
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237292
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neueste Zeit
Volume count:
Abt. 3
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Weidmann
Year of publication:
1909
Scope:
IX S., S. [361] - 749
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Geschichte des öffentliche Kredites
  • Title page
  • A. Geschichte des öffentlichen Kredites / von Julius Landmann
  • B. Die Formen des öffentlichen Kredites
  • C. Die Organisation des öff. Kredites (Geldgeber und Kreditvermittler)

Full text

512 Landmann, Geschichte des öffentlichen Kredites, $ 11. 
einher. Nun konnten auch die Anleihensbedingungen nicht mehr mit den einzelnen 
Gläubigern vereinbart, mußten vielmehr von der Finanzverwaltung für ganze Anleihen 
einheitlich festgesetzt werden, alle vormals individuell bestimmten Beziehungen zwi- 
schen den schuldnerischen öffentlichen Gewalten und ihren Gläubigern werden durch 
rein quantitative, in einem formalisierten Text festgelegte Beziehungen ersetzt. Mit der 
größeren Fungibilität der nun meist auf den Inhaber gestellten Schuldverschreibungen 
und mit der wachsenden Aufnahmefähigkeit der Effektenbörsen ist in immer höherm 
Maße die Möglichkeit gegeben, Beträge, die in solchen Schuldverschreibungen investiert 
waren, bei Bedarf wieder in Geldkapitel umzuwandeln, was wieder den Uebergang zu 
immer länger befristeten Anleihensformen befördert hat. Die Erkenntnis, daß mit der 
Größe der Anleihensbeträge auch die einzelne Obligation größere Marktgängigkeit ge- 
winnt, führte schließlich zur Zusammenlegung der Staatsschuld in einigen großen An- 
leihen (Konsolidierung); an Stelle der frühern unübersehbaren Mannigfaltigkeit der in 
jeder einzelnen Schuldurkunde anders festgesetzten Zinssätze, Zins- und Rückzahlungs- 
termine treten einheitliche Bedingungen für ‚große Anleihen oder gar für die gesamte 
konsolidierte Staatsschuld. 
War das vermittelnde Bankhaus gewiß, daß das Publikum zumindest einen Teil 
des zu placierenden Betrages in kurzer Zeit aufnehmen werde, dann lag auch kein Be- 
denken vor, unmittelbar nach Abschluß des Vertrages der kreditbedürftigen Finanz- 
verwaltung einen Vorschuß auf die erwarteten Eingänge zu leisten. In dem Maße, in 
dem die Bankhäuser infolge der zahlreichen, in kurzen Zwischenräumen aufeinander- 
folgenden Emissionen mit immer größerer Sicherheit die Aufnahmefähigkeit des Publi- 
kums und dessen Interesse für die Emissionen der einzelnen Staaten zu beurteilen ge- 
lernt hatten, und in dem Maße, in dem ihre eigene Kapitalkraft gewachsen war, konnten 
auch diese Vorschüsse mit immer größerer Sicherheit und mit einer immer größeren 
Quote des zur Placierung übernommenen Gesamtbetrages geleistet werden, bis schließ- 
lich, noch vor Ablauf des 18. Jhs., die Form des Vorschusses mehr und mehr durch so- 
fortige Entrichtung der Gegenwerte seitens des die Anleihe nun für eigene Rechnung 
übernehmenden Bankhauses ersetzt wurde. Die Finanzierungstechnik kehrt so schein- 
bar zurück zu den älteren, im Zeitalter der Fugger üblichen Methoden: wieder über- 
nehmen die Bankiers als berufsmäßige Geldgeber die Anleihen für eigene Rechnung, 
doch nicht mehr, und darin liegt der entscheidende Unterschied, um sie selbst als 
dauernde Anlage zu behalten, sondern nun in der Gewißheit, die Anleihenstitel in kür- 
zester Frist an das Publikum weiter begeben zu können. Ihren Gewinn suchen sie nicht 
mehr in der Differenz zwischen dem Zinsertrage der Staatsschuldverschreibungen und 
der ihnen obliegenden Verzinsung der fremden Gelder, sondern in der Differenz zwischen 
dem niedrigeren Uebernahme- und dem höheren Emissionskurse. 
$ 11. Ausblick ins 19. Jahrhundert. 
Die noch in das Zeitalter des werdenden modernen Staates und des Frühkapitalis- 
mus fallende Entwicklung der Organisation des öff. Kredites ist in den Jahrzehnten 
der französischen Revolution und der napoleonischen Kriege zu einem ersten Abschluß 
gekommen. Wiewohl seither der Raum der Weltgeschichte sich weitete, die National- 
staaten sich zu Imperialreichen streckten, haben sich doch die damals ausgebildeten 
Organisationsformen nicht nur den Ansprüchen der auf den Abschluß der napoleonischen 
Kriege folgenden Periode der großen Staatsanleihen, sondern auch denen der kredit- 
bedürftigen Staaten im Zeitalter des Hochkapitalismus gewachsen gezeigt. Eigene orga- 
nisatorische Leistungen, die den Charakter prinzipieller Neuerungen hätten, hat das 
19. Jh. nicht aufzuweisen. Neue Typen der Staatschuldverschreibungen, die den nieder- 
ländischen, französischen und englischen Financiers des 18. Jhs. unbekannt gewesen 
wären, sind nicht zur Ausgabe gekommen, und die organisatorischen Grundlagen der 
bankmäßigen Vermittlung zwischen den kapitalbedürftigen Staaten und dem anlage-
	        

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Responsible Government in the Dominions. Clarendon Pr., 1912.
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