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Verkehrsgeographie der Eisenbahnen des europäischen Rußland

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Bibliographic data

Full text: Verkehrsgeographie der Eisenbahnen des europäischen Rußland

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Volume

Identifikator:
189207334X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-234945
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Anhang. Bibliographie. Register
Volume count:
Bd. 12 = Schlußbd.
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Weidmann
Year of publication:
1909
Scope:
VIII, 439 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Verkehrsgeographie der Eisenbahnen des europäischen Rußland
  • Title page
  • Contents
  • 1. Geschichte der russischen Bahnen
  • 2. Der Umfang des russischen Eisenbahnnetzes und seine geographische Gliederung. Staats- und Privatbahnen in der Gegenwart
  • 3. Die Aufgaben der nächsten Zukunft, Nordbahnprojekte des Kriegsjahres 1914/1915
  • 4. Die strategische Bedeutung der russischen Bahnen und die Eisenbahnpolitik in Polen. Zweigleisige Bahnen. Straßenbaupolitik
  • 5. Verkehrsgeographie der russischen Eisenbahnen
  • Index

Full text

9 
System der Norddwina und des nordwestlichen Seengebiets anknüpft. 
So war das Gebiet der Dwina, das vom zentralrussischen Industriegebiet 
auf der Wasserstraße nur sehr beschwerlich und auf großen Umwegen 
zu erreichen war, an die Bahn angeschlossen. 
Größere Bedeutung erhielten die von Moskau in südöstlicher Rich 
tung ausstrahlenden Linien. Zwar konnte die Moskau-Rjäsan-Saratower 
Gesellschaft ihre Aufgabe ebensowenig durchführen wie die Große 
Russische Bahngesellschaft und nur die Strecke Moskau—Rjäsan 1864 
eröffnen, die spätere Hauptlinie der Kasaner Bahn. Eine weitere Gesell 
schaft baute die Strecke Rjäsan—Rjashsk—Koslow (1866): sie ist die 
Stammlinie der Rjäsan-Uralsker Bahn geworden. Eine dritte Gesell 
schaft, die Koslow-Woronesh-Rostower, die spätere Südostbahn, deren 
wichtigste Strecke die Stammlinie geblieben ist, setzte sie südwärts 
fort und erreichte 1868 über Grjasi, eine Kleinsiedlung, die früh ein 
wichtiger Knotenpunkt wurde 1 ), Woronesh, im Jahre 1870 Liski. Wäh 
rend das Zwischenstück Liski—Millerowo—Lichaja—Gruschewka 1871 
eröffnet wurde, war die Strecke Gruschewka—Aksaisk, welche die Berg 
werke von Gruschewka mit dem Don verband, durch die Donkosaken 
bereits 1864 und auch die kurze Strecke Aksaisk—Rostow 1868 fertig 
gestellt worden. Ursprünglich war wohl eine neue Verbindung mit 
Rostow nicht beabsichtigt worden. Ein zuerst in östlicher Richtung 
beschlossenes Unternehmen w.uchs sich zu einem südlich gerichteten aus. 
Der Gedanke neuer Verbindungen mit dem Osten wurde aber auch nach 
dem Versagen der Saratower Gesellschaft weiter verfolgt. Sie konnten 
dazu an die im Entstehen begriffene Südostlinie anknüpfen, ohne daß 
sich zunächst die Notwendigkeit ergeben hätte, eine neue Bahn von 
Moskau anzulegen. Auch das Saratower Projekt ging seiner Vollendung 
entgegen, indem die Linie von Koslow bis Tambow von der gleichnamigen 
Gesellschaft 1869, die Strecke bis Umjet 1870, bis Saratow 1871 von 
der Tambow-Saratower Bahn durchgeführt wurde. Fast um dieselbe 
Zeit, bis Borissoglebsk bereits 1869, kam die Linie Grjasi-Zarizyn zu 
stande, der man eine namhafte militärpolitische Rolle zusprach, da sie 
die Truppen aus dem Innern und dem Westen an den Kniepunkt der 
unteren Wolga beförderte, von wo aus verhältnismäßig schnell die 
zentralasiatischen Besitzungen zu erreichen waren. Der Zarizyner 
Bahn kam auch insofern eine gewisse Bedeutung zu, als sie lange Zeit 
die einzige Bahn war, die den Südosten des Reiches mit dem Zentrum 
verband. Eine weit bevorzugtere Stellung im großen Verkehr, eine 
Stellung, die man damals freilich gar nicht ahnen konnte, zumal man 
zunächst nur an einen einseitig gerichteten Zweck der Linie dachte, 
sollte endlich die in Rjashsk ansetzende Trasse erhalten. Schon 1867 
1 ) Bereits im gleichen Jahre wurde durch die Orel-Grjasigesellschaft eine 
Zweigbahn nach Jelez eröffnet und 1870 nach Orel fortgeführt.
	        

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Verkehrsgeographie Der Eisenbahnen Des Europäischen Rußland. G. D. Baedeker, Verlagshandlung, 1916.
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