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Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)

Multivolume work

Identifikator:
1895264332
Document type:
Multivolume work
Author:
Myers, Gustavus
Title:
Geschichte der großen amerikanischen Vermögen
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1916 -
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1895266750
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-242184
Document type:
Volume
Author:
Myers, Gustavus http://d-nb.info/gnd/10190651X
Title:
Geschichte der großen amerikanischen Vermögen
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1916
Scope:
XL, 412 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil: Die grossen Landvermögen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der großen amerikanischen Vermögen
  • Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Teil: Die Verhältnisse in der Niederlassungs- und Kolonialzeit
  • Zweiter Teil: Die grossen Landvermögen
  • Dritter Teil: Die grossen Vermögen aus Eisenbahnen

Full text

1590 — 
vention und Langeweile gehabt und auf seine Kleidung 
keinen Wert gelegt haben, so daß er eher wie ein Bettler 
als wie ein Millionär ausgesehen habe, und von einem 
trockenen, kaustischen Humor gewesen sein, der nichts und 
niemand verschonte. 
Seine Schrullen 
Auch in anderer Hinsicht sündigte er gegen die Kon- 
vention und verblüffte die Philister: bei ihm konnte keiner, 
der wie ein normaler anständiger Almosenbitter aussah, 
etwas holen: er wurde barsch abgewiesen oder mit beißendem 
Spott übergossen. Kam aber jemand, der das Reich der 
Ehrbarkeit verlassen hatte, so pflegte er Longworth nicht 
bloß zugänglich, sondern wirklich teilnahmvoll zu finden. 
Der Trunkenbold, der Dieb, die Dirne, die Allerelendesten 
der Menschheit konnten ihm ihre Geschichte erzählen und 
Hilfe finden. Das war seine grimmige Art, einer Krämer- 
gesellschaft, deren Lügen und schamlose Heucheleien er 
kannte, weil er sie selbst praktizierte, eins auszuwischen. 
Man hat guten Grund zu der Meinung, in ihm habe außer 
dem habgierigen Geizkragen auch ein Philosoph gelebt. 
Sicherlich war er ein ganz einzigartiger Millionärtypus, 
Stephan Girard nicht unähnlich. Er hatte vielleicht das 
Bewußtsein, wenn er den Armen und Elenden ein paar 
Heller gab, daß er ihnen einen kleinen Bruchteil von dem 
wiedergab, was das herrschende System dem ganzen Volke 
raubte, zugunsten einiger Weniger, zu denen er in erster 
Reihe gehörte. 
Als er schon längst Multimillionär war, begann er ein 
wildes, vielleicht spöttisches Vergnügen daran zu finden, 
Dinge zu tun, die allen Vorstellungen, wie ein Millionär 
zu handeln habe, Hohn sprachen. — Einmal kam ein Bettler 
in das Kontor von Longworth und wies beredt auf seine 
klaffenden Schuhe hin. Da streifte Longworth einen seiner 
eigenen Stiefel ab und sagte zu dem Bettler, er solle ihn an- 
probieren. Er paßte. Darauf gab er ihm auch den anderen. 
Als der Bettler fort war, schickte Longworth einen Lauf- 
burschen zum nächsten Schuhladen, um ein Paar Schuhe zu
	        

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Geschichte Der Großen Amerikanischen Vermögen. Fischer, 1916.
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