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Kartelle

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Bibliographic data

fullscreen: Kartelle

Multivolume work

Identifikator:
1896404200
Document type:
Multivolume work
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896404219
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236878
Document type:
Volume
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904
Scope:
1114 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
II. Zivilrecht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Kartelle
  • Title page
  • Contents
  • I. Der Kartellgriff
  • II. Über Geschichte und Anwendungsgebiet der Anbieterkartelle

Full text

achtung schenkt. Es sollte aber, mehr als das gewöhnlich geschieht, 
betont werden, daß die Kartellbildung auf diese Gebiete nicht be- 
schränkt ist, sondern auch in allen möglichen anderen Zweigen des 
Wirtschaftslebens Bedeutung besitzt, so auch im Handel, im Eisen- 
bahnwesen, in der See- und Binnenschiffahrt, im Bankgewerbe, im 
Versicherungswesen usw. Eine geringere Rolle spielen sie in der 
Landwirtschaft und in den freien Berufen, aber auch dort ist der 
Kartellierungstendenz Beachtung zu schenken. 
Im Folgenden sollen nicht alle Gebiete, auf denen Kartellbe- 
strebungen sich bemerkbar machen, behandelt werden. Dagegen sei 
auf einige Zweige, die in der Literatur gewöhnlich weniger be- 
achtet werden, noch kurz eingegangen. 
Kartelle in der Landwirtschaft. In der Landwirtschaft spielt die 
Kartellbildung bisher nur eine geringe Rolle?). Das liegt nicht daran, 
daß hier nicht auch eine Konkurrenz zwischen den verschiedenen 
Produzenten bestände und daß nicht auch hier der Wunsch vorhanden 
wäre, durch Milderung der Konkurrenz die wirtschaftliche Lage der 
Landwirte zu bessern. Den Grund dafür bilden vielmehr besondere 
Schwierigkeiten, die sich der Bildung landwirtschaftlicher Kartelle 
in den Weg stellen. Sie beruhen vor allem auf der Riesenzahl der 
für die landwirtschaftlichen Hauptprodukte in Betracht kommenden 
Erzeuger. In zweiter Linie ist hinzuweisen auf die Schwierigkeiten, 
die sich aus den vielen Qualitätsunterschieden der Produkte ergeben 2). 
(Die Standardisierung der landwirtschaftlichen Produkte wird daher 
eine Kartellierung erleichtern; umgekehrt würde das Bestehen eines 
Kartells die Durchführung der Standardisierung sehr begünstigen.) 
Sehr erschwerend ist drittens die Tatsache, daß bei den pflanzlichen 
Erzeugnissen die Produktenmenge infolge der sehr verschieden aus- 
fallenden Ernten starke Schwankungen aufweist 3). Ungünstig ist 
*) In der Literatur werden vielfach auch Spiritus- und Zuckerkartelle als land- 
wirtschaftliche Kartelle aufgeführt. (So auch bei Souchon ‚ Les Cartells de l’Agri- 
culture en Allemagne, Paris 1903.) Das ist nicht richtig. Es handelt sich hierbei um 
gewerbliche Kartelle, die der Landwirtschaft allerdings besonders nahestehen. 
?) Da diese Unterschiede beim Vieh noch wesentlich größer sind als beim Ge- 
treide, sind beim Viehabsatz die Hindernisse einer Kartellbildung extra groß, wie schon 
die Erfahrungen der Viehverwertungsgenossenschaften zeigen. (Vgl. dazu Keiser, 
Mittel und Wege zur Absatzförderung von Vieh und Fleisch in Deutsche Landwirt- 
schaftliche Presse 1928, S. 309f., Ocker, ebenda, S. 312 f.) Einen gewissen Ansatz 
zur Konkurrenzmilderung könnte man vielleicht in den Zuchtviehversteigerungen der 
Zuchtverbände erblicken. 
3) Übrigens kommt es auch in der Industrie vor, daß man die Menge der Er- 
ZEURUNK Nicht beliebig regulieren kann. da nämlich, wo die betreffende Ware nur das
	        

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Le Secours de Chômage En Belgique Pendant L’occupation Allemande. 1926.
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