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Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1896404200
Document type:
Multivolume work
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896404294
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236881
Document type:
Volume
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Volume count:
Bd. 2
Place of publication:
Leipzig [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904
Scope:
1184 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
III. Strafrecht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft
  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)
  • Title page
  • Contents
  • II. Zivilrecht (Fortsetzung)
  • III. Strafrecht
  • IV. Öffentliches Recht
  • Namen- und Sachregister

Full text

388 
III. Strafrecht. 
Denunziation (vgl. 8 156 Abs. 1 St. P.O.), sowie durch amtliche Mitteilungen seitens der 
Dhet die nach F 161 St. P.O. „Recht und Pflicht des ersten Angriffs“ („die Initia— 
tive“) hat. 
Die zur Aufhellung des Falles erforderlichen Prozeßhandlungen nimmt die Staats— 
anwaltschaft selbst vor (insoweit sie ihr nicht, wie z. B. Verhaftung, Eidesabnahme, gesetz⸗ 
lich entzogen sind); oder sie bedient sich dabei der Hilfe anderer Staatsorgane, insbesondere 
der Polizeibehörden (F 139 St. P.O.), und des Amtgrichters, in dieser Eigenschaft Er⸗ 
mittelungsrichter“ genannt (88 160. 168167 St. P. O.). 
852. 
b) Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft nach Abschluß des 
Ermittelungsverfahrens und das Klageprüfungsverfahren. 
Literatur Dalcke, Goltd. Arch. Bd. XL S. 256, Bd. XLI S. 988, Delius, Goltd. Arch. 
Bd. XLIII S. 177. 
L. Ergeben die Ermittelungen nicht zureichenden Anhalt dafür, daß alle in Betracht 
kommenden Prozeßvoraussetzungen und Strafbarkeitsbedingungen vorliegen, so verfügt 
die Staatsanwaltschaft die FCinstellung des Verfahrens (8 168 Abs. 2 St. P.O.). 
Doch kann ein so eingestelltes Verfahren jederzeit ohne weiteres erneuert werden. Von 
der Einstellung sind in Kenntnis zu setzen: der Beschuldigte, wenn er vom Richter ver⸗ 
antwortlich vernommen oder gegen ihn ein Haftbefehl erlassen war (S 168 Abs. 2 St.P.O.); 
immer der Antragsteller (F 169). Letzterer kann, wenn er gleichzeitig der Verletzte ist, 
auf ein gerichtliches Klageprüfungsverfahren antragen, d. h. sich an das Ober⸗ 
landesgericht (in einem Falle an das Reichsgericht) mit dem Gesuch wenden, das Gericht 
möge prüfen, ob die Staatsanwaltschaft die Klage zu erheben verpflichtet sei. Fällt diese 
Entscheidung bejahend aus, so ist die Staatsanwaltschaft gehalten, Klage zu erheben 
(88 170ff. St. P. O.). 
Das Klageprüfungsverfahren dient als ein Garantiemittel für ungeschmälerte Durch⸗ 
führung des Legalitätsprinzips. Bevor dos Gericht angerufen wird, muß aber der Be⸗ 
rechtigte zunächst Remedur innerhalb der staatsanwaltschaftlichen Hierarchie erfolglos ver— 
sucht haben und zwar mittels einer binnen zwei Wochen einzulegenden Beschwerde. Erst 
gegen den ablehnenden Bescheid des vorgesetzten Beamten der Staatsanwaltschaft ist binnen 
einem Monat der Antrag auf gerichtliche Entscheidung zulässig. Der Antrag muß ge⸗ 
hörig substantiiert sein durch Angabe der Tatsachen und der Beweismitiel. Zum Schutz 
zegen Mißbrauch ist ferner vorgeschrieben, daß der Antrag von einem Rechtsanwalt unter⸗ 
zeichnet sein muß, und daß der Antragsteller auf Verlangen des Gerichts Sicherheit zu 
leisten hat; zudem trägt bei Erfolglosigkeit der Antragsteller die Kosten des Klageprüfungs⸗ 
oerfahrens. 
II. Liegen gegen einen bestimmten Beschuldigten wegen einer bestimmten Tat zu— 
reichende tatsäͤchliche Anhaltspunkte vor, und ist das Verfahren in Ordnung, so erhebt 
die Staatsanwaltschaft die Anklage, d. h. sie stellt den Antrag auf Eröffnung des Haupt⸗ 
verfahrens behufs gerichtlicher Aburteilung des Falles (88 168, 197 St. P.O.). Die An⸗ 
klage hat den Beschuldigten und seine Tat under Anschluß an die Formel des Straf⸗ 
gesetzes anzugeben, auch das letztere zu allegieren, ferner die Beweismittel und das zur 
Aburteilung berufene Gericht zu bezeichnen; beizufügen ist — außer in schöffengerichtlichen 
und Überweisungssachen — ein Ermittelungsergebnis (K 198 St. P.O.). 
Der Form nach muß die Anklage regelmäßig schriftlich sein (Anklageschrift): nur 
in den Ausnahmefällen der 88 211 (summarisches Verfahren vor dem Amts- oder dem 
Schöffengericht), 268 St. P.DIncidenttlage) wan de Anklage mündlich in der Haupt⸗ 
verhandlung erhoben.
	        

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Unternehmertum Und Wirtschaftslähmung. Brückenverlag, 1932.
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