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Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Multivolume work

Identifikator:
1896404200
Document type:
Multivolume work
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896404294
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236881
Document type:
Volume
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Volume count:
Bd. 2
Place of publication:
Leipzig [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904
Scope:
1184 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Öffentliches Recht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

252 
Zweites Buch. Die Gegner. 
und sogar, wie sie sich nicht zu sagen scheuen, sein Geheimnis 1 ). Be 
sonders hierin, in dieser Auffassung eines künstlichen Milieus, das in 
mitten des bestehenden sozialen Zustandes zu schaffen sei, und das von 
ihm sozusagen durch wasserdichte Schotten getrennt ist, liegt es be 
gründet, daß dieser Sozialismus mit dem Namen Utopismus bedacht 
worden ist. 
Jedoch würden sie es sehr übel bemerkt haben, wenn man geäußert 
hätte, sie wollten ein künstliches Milieu schaffen. Sie behaupteten, daß 
gerade umgekehrt das jetzige Milieu ein künstliches sei, und daß es sich 
nicht darum handele, ein Milieu zu schaffen, sondern dasjenige Milieu 
zu entdecken, das seiner Natur nach schon auf die wirklichen Bedürf 
nisse des Menschen zugeschnitten sei und zwar auf Grund einer natür 
lichen oder von der Vorsehung eingerichteten Harmonie. Im Grunde 
genommen ist es die Idee der Naturordnung der Physiokraten, nur mit 
dem Unterschiede, daß ihre Vorstellung von dieser angeblich natürlichen 
Ordnung durchaus von der der Physiokraten verschieden war; daraus geht 
schon hervor, daß diese sogenannte natürliche Ordnung nichts weniger 
als natürlich war, da sie ja je nach der subjektiven Auffassung der Be 
trachter ein verschiedenes Bild zeigte. Unter ihren Ausführungen gibt 
es jedoch einige, von denen man sehrwohl glauben könnte, daß sie Qüesnay 
oder La Rivif.re entlehnt seien: zum Beispiel die Owen’s, die wir bei 
Dolleans finden: „Die Genossenschaft ist der unmittelbare Träger 
des Willens Gottes, um die Gesellschaft in Harmonie mit der Natur zu 
bringen.“ Das ist ganz und gar die physiokratische Theorie des „guten 
Despoten“ (siehe S. 39f.). Was Fourier anlangt, so verglich er sich mit 
Newton, da er das Gesetz der „passionellen“ Anziehung entdeckt 
habe, und er glaubte, daß sein „Genieblitz“, wie Zola später sich aus 
drückte, darin bestand, die von Gott gegebenen Leidenschaften nutzbar 
gemacht zu haben. 
Worauf es hauptsächlich ankommt, ist, daß dieser Assozialismus 
eine sehr entschiedene Reaktion gegen die Revolution von 1789 dar 
stellt 2 ), denn diese verfolgte die Assoziation mit ihrem Haß, da sie iu 
ihr einen Überrest der alten Ordnung sah, eine Kette für das Individuum- 
Sie hat sich nicht nur wohl gehütet, sie in ihre „Declaration des Droits 
*) In der Nr. vom 27. Aug. 1821 der Zeitung Owen’s: The Economist las man: 
„Das Geheimnis ist enthüllt: es ist die vollkommene Kooperation seitens aller Mit 
glieder und für alle Zwecke des sozialen Lebens“. Fourier schrieb fast dasselbe: „D aS 
Geheimnis der Einheit dpr Interessen liegt in der Assoziation“ (Association Do- 
mestique, I, S. 133). An anderer Stelle schreibt er: „Heute, am Charfreitag, habe 
ich das Geheimnis der Assoziation gefunden.“ 
2 ) Was den Sozialismus und die französische Revolution anlangt, siehe das vor 
hergehende Kapital über Saint-Simon (S. 217f., Anm.).
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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