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Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1896405266
Document type:
Multivolume work
Title:
J. v. Staudingers Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch und dem Einführungsgesetze
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
Schweitzer
Year of publication:
1910-1911
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896405800
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236545
Document type:
Volume
Title:
Recht der Schuldverhältnisse
Volume count:
Bd. 2
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
Schweitzer
Year of publication:
1910
Scope:
924 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Allgemeiner Teil. §§ 241 - 432 erläutert von Dr. Ludwig Kuhlenbeck
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • J. v. Staudingers Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch und dem Einführungsgesetze
  • Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)
  • Title page
  • Contents
  • Allgemeiner Teil. §§ 241 - 432 erläutert von Dr. Ludwig Kuhlenbeck
  • Besonderer Teil. §§ 433 - 661, 705 - 758, 779 - 811 erläutert von Dr. Karl Kober; §§ 662 - 704, 759 - 778, 812 - 852 erläutert von Dr. Theodor Engelmann

Full text

170 I. AbjOniti; Inhalt der Schuldverhältnifje, 
ft, „die Beit in eine rüdläufige Bewegung zı verfeben“, fo liegt e& anderfeitZ hoc auf der 
Hand, daß eine derartige Auffajffung des BVerzug3 alS ogifche Künftelei dem RNecht8verkeht 
ind dem fihH in defjen Gedanfkenkreijen bewegenden gefunden jurijtilden Denken widerfireitet. 
Nur joweit eine beftimmte Leiftung2zeit als wefjentlides Moment der Leiftung 
zeitlicher Roeffizient) in Frage fieht, wird durch deren Berfäumung Unmöglichkeit und dann 
zwar totale Unmöglichkeit Herbeigeführt. Dagegen widerfirebt e8 dem Sprachgebrauch den 
Begriff der teilmeifen Unmöglichfeit auf Nechtzeitigkeit auszubehnen, fojern Leiftungen in Frage 
lommen, welde nachgeholt werden Können. Die Angliederung der Borfehriften über den 
Verzug an diejenige über Unmöglichkeit it vielmehr unıgefehrt {yjtematifch deshalb gerechte 
fertigt, weil nur eine möglide Leiftung verzögert werden kann, die Unmöglichkeit der Leiftung 
alfo die Möglichkeit des Verzug3 (und zwar fowmohl diejenige des Leiftungs= wie diejenige 
5e8 AnnaHmeverzugs) auSfihlie kt. Augenideinlidh jeßt nämlich der Begriff des Leitungs 
verzug3 im Sinne bes BGB. wie im gem. RN. die NachleiftungSmöglighkeit voraus 
Vgl. Tige, Die Unmöglichfeit S. 41, U. M. freilid Nogowslt, S. 44 ff. 
Daher erjcheint e8 ziwedmäßig den Leiftungsverzug aus einem der fhnldöhaften Ber- 
jebung der Leiftungspilicht analogen Gefichtspunkte zu betrachten. Zwar beanftandet Paech, 
3. 16 die in den früheren Auflagen von mir gewagte BezeiHnung desjelben alZ eine® 
Zonderfal8 des Fontraktlidhen Berfhuldenz injoweit mit Recht, als die VBorfehHriften 
über den LeiftungSverzug au für nicht KontraktlihHe Berhindlichkeiten gelten. Jedenfalls jeßt 
aber LeiftungSverzug urlpränglid und im zivilpolitiiden Motiv pfligtwidrige Ber 
jögerung der gefchuldeten Veiftung voraus, Pac, S. 24, Jedoch hat fihH das, wie felbit 
zin Gegner de8 Berfhuldungsprinzip3S, Weyl, S. 500 anerfennt, braktijgd die Regel 
bildende Schuldmoment beim LeijtungSverzuge fqhon im gemeinen Recht zu dem weiteren 
'elbjtändigen Begriffe einer jubjektiven Mora entwickelt, der im BGB. durch 8 285 dahin 
formuliert worden ift, daß der Scohuldner nicht in Verzug fommt, jolange die Leiftung 
infolge eine3 Umjtande8 unterbleiht, den er night zu vertreten Hat. 
Darnach läßt fich theoretifldh freilich nidht behaupten, daß der Verzug des SchuldnersS 
begrifflig eine bloße Unterart bes BerJhuldens bildet. Vielmehr Mt der Leiftungsberzug 3zU 
Harakterifieren al8 eine dur ExkulpationZbhewei3 im weiteften Sinne d. h. durch Beweis under“ 
'retbaren Unvermügens8 begrenzte Haftung des SchuldnerZ für die Folge nicht vedtzeitiger 
Leiftung. 
Borausfekungen des Schuldnerverzug$:; 
1. Der Schuldner kann fihH — zweifelloS trifft ihn die Bemweislait — von der Haftung 
für die Nachteile nicht rechtzeitiger Leiftung nur befreien durch den Nachweis, daß die objektiv 
jeftftehende Verzögerung der Leiftung von ihm nad) Mahgabe der SS 276—279 nicht zu 
vertreten ij. ZBeitmweilige unvertretbare Unmöglihleit bzm. zeitweilige8 undertretbares 
Unvermögen zur Leiftung befreit den Schuldrer von der zeitweikligen Seifiungspfligt 
ebenfo wie dauernde Unmböalichfeit bzw. dauernde Unvermögen ihn nad S 275 definitiv 
befreit, 
Iniofern Herricht allerdingS ein völliger Parallelismus zwijdjen der UnmöglihkeitSlehre 
und dem Verzug. In der Regel genligt e8 für diefen Erkulpationzbemweis, daß Schuldner dar- 
legt und beweift, Ihn treffe kein perfünlidhes Berfhulden im Sinne der 88 276, 277; e8 kommt 
ziefür auf denjenigen Grad des VerfehuldenS an, den er nach dem konkreten Schuldverhältniffe 
zu vertreten Hat. Vgl. au Weyl S. 501. Sofern aber die Verzögerung der Leiftung durdh 
gefeßlide Vertreter oder Gehiljen des Schuldner3 verurfacht ijt, Hat der Schuldner nach S 278 
au in Anfehung diefer Vertreter oder Gehilfen den ExkulpationZbewei8 zu führen. Endlich 
gilt in Anfehung fämtlider SGattungSfdhulden die Vorjchrift des S$ 279, daß hier ein Erkul- 
bation8bemwei8 überhaupt auSgefchloffen it, folange die Leiftung vor der Gattung 
möglich it. 
2, Eine BorauZjebgung des Leiftungsverzug® dagegen, weide ber Gläubiger 
barzulegen und zu beweijen Hat, bildet lediglich die Nidhtentrightung 
der gejchuldeten Leiltung nad eingetretener Fälligkeit der Leitung und Hin»
	        

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Recht Der Schuldverhältnisse. Schweitzer, 1910.
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