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Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1896405266
Document type:
Multivolume work
Title:
J. v. Staudingers Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch und dem Einführungsgesetze
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
Schweitzer
Year of publication:
1910-1911
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896405800
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236545
Document type:
Volume
Title:
Recht der Schuldverhältnisse
Volume count:
Bd. 2
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
Schweitzer
Year of publication:
1910
Scope:
924 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Allgemeiner Teil. §§ 241 - 432 erläutert von Dr. Ludwig Kuhlenbeck
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • J. v. Staudingers Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch und dem Einführungsgesetze
  • Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)
  • Title page
  • Contents
  • Allgemeiner Teil. §§ 241 - 432 erläutert von Dr. Ludwig Kuhlenbeck
  • Besonderer Teil. §§ 433 - 661, 705 - 758, 779 - 811 erläutert von Dr. Karl Kober; §§ 662 - 704, 759 - 778, 812 - 852 erläutert von Dr. Theodor Engelmann

Full text

8 397. Borbemerkungen. 419 
ußerlich) Rechte, deren Inhalt fi in der Anerkennung der Mechtsperfönlichteit überhaupt 
ID ihrer einzelnen abjoluten d. H. von jeder Beziehung zu rechtligen Außendingen unab- 
ängigen Interefjeniphären erfchöpft (Mrbjektiv perfönlide Rechte, Berfönlichteit8e oder Indie 
Öbunlitätsrechte), übertragbar dagegen diejenigen Nechte, die dem Berechtigten die Herr{chaft 
Mer einen al8 Sache au8gefchiedenen Beftandteil der äußeren Güterwelt allen anderen Pers 
Inen gegenüber ver[dhaffen (Sadhenrecdhte, dinglihe Rechte); allerdings fließt die grundijägliche 
lebertragbarteit der lepteren nicht aus, daß auch fie au8 befonderen fozialpolitijhen Gründen 
Ü Unübertragbaren oder nur befchränkt übertragbaren geftempelt werden. Neben diefen beiden 
Unterarten der {og. abfoluten Rechte fteht {elbjtändig die Gruppe der Kehte gegen andere 
Berjonen (berfönlide Nechte im objektiven Sinne, vgl. Gierke, Privatr. I, 260), unter 
)enen die Obligationenrechte, Mechte auf eine perjönliche Seijtung, die erfte Hauptgruppe 
ben, (Weitere Gruppen bilden die Familienrechte, auch fonjtige Gemein[HaftSrecdhte ) Für 
Nie Rechte Te fig die Frage der Nebertragbarteit nicht grundjägligH entidheiden, Yt biel 
rn in Bohem Grade Hiftoriich mandelbar und durch deren jeweilige Nuffalfung tm Berlehr 
dingt. 
. Wa8 die in biefern Buche allein in Frage ftehenden rein obligatorijdhen Rechte betrifft, 
Ye ü inhaltlig alz eine partielle Gerrihaft über eine andere Perfon kennzeichnen laffen, 10 
I au bemerfen, daß die doppelte Nuffaffung derjelben, wie fie in den Vorbent, zu biejem 
Sue 1162 f. dargelegt murde, auch eine ver[Hiedene SGejtaltung ihrer YNebertrag barkeit 
“möglich, Entweder nämlich fieht man das Wefentlidhfte der Obligation in der Haftung, 
2 dem juris vinculum, in der Gebundenheit de SchuldnerS, oder aber in dem wirtjhaftlichen 
Endzwert diejer Bindung, in dem Leijten jolen des Schuldners, dem Bekom men joNen 
08 Släubigers, für welche bann die Haftung jelbfjt fein primäres Begrifselement mehr 
Aldet, Jondern nur al8 Sicherungsmittel (fekundär) in Frage kommt. (Bal. Kregichmar, Die 
“tülung S, 91 {f.) 
m älteren römi{jhen Recht überwog die erftere Auffaffung, die jhon in dem Worte 
9bligatio herbortritt, dermaßen, daß die Obligation al8 eine von der Perfon untrennbare 
Sesiehung gift. 
x Dom Standbunkte der älteren formaliftiigen Auffafiung d. h. vom Standhunkte der 
Oaftungsidee au8 erjchien daher dem älteren römiidhen Rechte eine Sond ernadgfolge 
IN die Sorderung unzuläjlig. Yhr wirtfchaftlihes Bedürfnis war nur auf Umwegen, jet 
Ki dur ein mandatum ad agendum (al8 procurator in rem suam) oder durch Delegation 
(obation) zu befriedigen. 
„nn dem Make aber, in dem fiH die urjprünglide Perfonalhaftung zu einer bloßen Vers 
genShaftung abichwächte, mußte fid, wie jhon bei Erörterung des Erfülungsbegriffs bemertt 
Durde, au fon im römijdhen Kecht die materielle Auffafjung des Obligationsbegriffe® 
Sahı breggen, und fo fehen wir, dak durd Vermittlung der fog. actio utilis des Srmerhet® 
Yım Schluß der römi[hen RechtZentwidhung die Sondernadhfolge in eine rein bermögenS- 
“Otlice Forderung praktijg zur Anerfennung gelangt ift. In Naffiicher Weife ft dies dar- 
Veitellt von Bahr, Yherings Yahıb. Bd. 1 S. 351 ff. 
; Die Obligation wird damit, fjoweit nicht ihr Inhalt Höhjtindividueller Natur tft und 
rc Veränderung des Schuldner8 verändert würde, al8 ein verkehr3fähiger Bermögens- 
Dert, al8 res incorporalis anerlannt und den Sachenrechten in diefer Beziehung grund: 
üslicH Sleidhgeftellt. Zweifello® fteht die moderne Verfehrsanjdanung nur auf diefemn Stands 
Wnft, mes6alb denn auch andere Gejeßaebungen, z. B. die franzöfifihe, {oqat unbedenklich 
Strempel, Die Blankozeifion im gem. Recht, Wismar, Hinjtorffidhe Hofbuchh. (1893); Sohmu, 
Sir. f. Handel&recht ie 6. 70 ff.; Wifolter, Neber Zeffion der SA en 
% bürgerl. %, Bd. 13 S. 295 ff.z Negel8berger in Yherings Yahrb. Bd. S:360F 
iter, dajelbjt Bd. 49 S. 5,6; Schöninger, Forderunglabhtretung ZUM Zwe 5 ® Sin= 
08, im Archiv f. d. ziilijt. Praxis Bd. 46 (96) S. 168 ff.; Schul, Küdgeil un Se lt 
Se Studien zur gefebliden und notwendigen Zeffion, Breslau 19 GG en ne 0 ie Ub- 
on NG der Vertragspartei durdh einen Dritten, Recht 1908 S. 469 ff; ur, Abtretung 
Anftiger Forderunaen, Bank-Archiv Bd. 7 S. 277 ff.
	        

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Recht Der Schuldverhältnisse. Schweitzer, 1910.
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