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Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1896405266
Document type:
Multivolume work
Title:
J. v. Staudingers Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch und dem Einführungsgesetze
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
Schweitzer
Year of publication:
1910-1911
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896405800
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236545
Document type:
Volume
Title:
Recht der Schuldverhältnisse
Volume count:
Bd. 2
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
Schweitzer
Year of publication:
1910
Scope:
924 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Besonderer Teil. §§ 433 - 661, 705 - 758, 779 - 811 erläutert von Dr. Karl Kober; §§ 662 - 704, 759 - 778, 812 - 852 erläutert von Dr. Theodor Engelmann
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • J. v. Staudingers Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch und dem Einführungsgesetze
  • Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)
  • Title page
  • Contents
  • Allgemeiner Teil. §§ 241 - 432 erläutert von Dr. Ludwig Kuhlenbeck
  • Besonderer Teil. §§ 433 - 661, 705 - 758, 779 - 811 erläutert von Dr. Karl Kober; §§ 662 - 704, 759 - 778, 812 - 852 erläutert von Dr. Theodor Engelmann

Full text

750 
VIL Ubfhnitt: Einzelne Souldverhältniffe, 
L Die Form der Schenkung im allgemeinen: 
a) Die Frage, ob, inwieweit und unter weldhen Boransfebungen zur RechtS- 
gültigfeit der Schenkungen die Einhaltung beftimmter Hormen nötig fet, 
wurde im früheren Rechte (im gemeinen Rechte, bayrijchen, preußiichen, 
ee Shen Rechte) Tehr verfchiedenartig behandelt (vgl. hierüber 
‚ .Nad dem BGB, befteht die Negel, daß Schenkungen, inZbefondere 
die fofort vollzugenen, obne Unterfchied der Höhe des NE oder Des 
Wertes, einer befonderen Form zu ihrer Gültigkeit nicht bedürfen; ins 
bejondere hat das BGB, die veraltete og. „gerichtliche Snfinuation 
von. Schenkungen, wie fie im gemeinen und bayrifhen Rechte (im leßteren 
MODEM febr mobifiziert) Sn hatte, nicht aufgenommen. n 
305 die Art. 86 und 87 EG, über den Erwerb zur toten Hand und über 
Schenkungen an Neligiofe vorfohreiben, jHellt nicht Hormbeftimmungen 
HET Tadlihe Befchränkungen der Erwerbsfähigkfeit beftimmter 
echt8fubzjekte. 
Neber die rechtliche Konftruktion des 8518, ob hier nämlich Konvaleszens 
anzunehmen ijft oder ob erft mit der Gingabe ein an und für fich gultiger 
Yteal-Schenkungsvertrag vorliegt, vol. Kuhlenberk, Bon den and. z. BOB. 
Bd. 11 S. 231 Note 1, Iur. Wichr. 1902 S. 241, 242 und Oppenheim a. a. DO 
S. 23 (gegen Oriloff im Arch. f. bürgerl. N. Bd. 21 S. 311). 
HI. Von jener Regel der For mlofigkeit der Schenkung macht 8 518 Aus- 
nahmen und zwar zunüchit 
1, für das Schenkungsberipredhen : 
a) Seine Gültigkeit erfordert geridtlidhe oder notarielle Deut: 
fundung (vg. hiezu Art. 141 EG, mit Bem.). Der gejeBgebherijde 
Grund diefür Kiegt nach M. II, 293 in der MAbficht der Verhütung übers 
eilter Schenkungsverfprechen, der Bejeitigung von Zweifeln, ob ein wirflidhes 
SchenfungsSverlprechen oder nur die Unkündigung der Noficht, fhenken 3U 
wollen, vorliegt, weiter der Verhütung einer Umgehung der Vorfchriften 
über Die Form leßtwilliger Verfügungen und von Schenkungen auf den 
ZodeSfall, endlich der Hintanhaltung von Streitigkeiten über angebliche 
Schenkungen Verftorbener. ” 
Bu beachten ift, daß die Formborfchrift des & 518 für Schenkungsverfprechen 
jeber Art gilt, ohne Unterfdheidung des Gegenftandes oder des Wert 
etrag8 der verfprochenen Leiftung. . 
Das3 Formerfordernis gilt namentlich audG für die früher {0g- 
‚emuneratorijdhen Schenkungen (bagl. hiezu Borbem. IV, 6). 
Sloße Schriftlicdhkeit genügt nicht X. II, 293). 
Hervorzuheben it, daß die amtliche Beurkundung durch & 518 nur erfordert 
wird für das Verjpredhen, nicht aber für die Annahme desfelben 
durch den Befchenkten und fomit auch nicht für die Einigung beider Teile, 
). 3. 1, 293 und vgl. SS 125 ff., 128. Bol. au unten Bent. ML, 3. 
Da nur ein Schenfkungsverfprechen formbedürftig it, Io Fällt das 
Sormerfordernis insbejondere weg beim Va {ofortigen 
Eriaß einer Forderung (vgl. hiezu ROT. Bd. 53 S. 296 ımd %. 1, 19. 
Wegen Erlaß mit CinjOränkung vgl. Bem. I, 1,1 zu 8516. Aus der 
Praxis vgl. au Recht 1908 Nr. 1165 („diefer Schein wird mit meinem 
Eode ungültig“). Gleiches gilt bei |CGenkungsweifer YNbtretung einer 
Aa er ROES. Sur. Wichr. 1907 S. 73 Nr. 3 und S. 329, Bl. f. 
9. Bd. 72 S. 436); das bloße Schweigen des Gejchenknehmer8 kann hiebei 
als Annahme gelten; auch bei Abtretung einer erft entftehbenden Forde- 
rung) und ähnlichen Kechtsakten, welche die Bewirkung der verfprochenen 
Veiftung mit der Schenkung felbjt zufammenfallen laffen, foweit nicht etwa 
dazu — abgefeben von der Schenkung — ibre8 fachlichen Inhalts wegen 
hejondere Formen zu erfüllen find. Auch die an eine Bed ingumnmg gehuüipfte 
Motretung einer Sordberung mit Schenkungswillen bedarf nicht der Form 
des 5 518, vgl. ROE. Warneyer Erg.=-Bd. 1908 Nr. 141, Recht 1908 Nr. 287. 
Cbhenfo kann in der Übtretung der Forderung auf Herausgabe der heim 
Bankier hinterleaten Gelder und Wertpapiere jeitens des Coenters an den 
Befdhenften die Bollziehung einer Schenkung gefunden werden. 
Das Formerfordernis gilt daher beifpielsweife auch nicht bei Hingabe 
eines SparfaffenbuchS zwecd8 Einziehung eines Beitrags mit der gleich 
zeitigen Erflärung des Schenkungswillen8; die Schenkung kann in dielem 
5
	        

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