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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Multivolume work

Identifikator:
1896933912
Document type:
Multivolume work
Author:
Keith, Arthur Berriedale http://d-nb.info/gnd/119086794
Title:
Responsible government in the Dominions
Place of publication:
Oxford
Publisher:
Clarendon Press
Year of publication:
1912-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896935052
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-238139
Document type:
Volume
Author:
Keith, Arthur Berriedale http://d-nb.info/gnd/119086794
Title:
Responsible government in the Dominions
Volume count:
Vol. 2
Place of publication:
Oxford
Publisher:
Clarendon Pr.
Year of publication:
1912
Scope:
XI Seiten, Seiten 570-1100
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Part IV. The federations and the union // Chapter I. The dominion of Canada
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Herbstzeitlosensamen 
160 
Hermelinfelle 
misiae, Beifuß, H. asperulae odoratae, Wald 
meister, H. basiüci, Basilikum- oder Königs 
kraut, H. capilli veneris, Frauenhaarfarn, H. 
cardui benedicti, Kardobenediktenkraut, H. cen- 
taurii minoris, Tausendgüldenkraut, H. cheli- 
donii majoris, Schöllkraut, H. conii maculati, 
Schierling, H. cochleariae, Löffelkraut, H.datu- 
rae stramonii. Stechapfelkraut, H. digitalis pur- 
pureae, roter Fingerhut, H. farfarae, Huf 
lattich, H. fumariae, Erdrauchkraut, H. gale- 
■opsidis, Hanfnesselkraut, H. gratiolae, Gottes 
gnadenkraut, H. hyoscyami, Bilsenkraut, H. 
hyssopi, 'Ysop, H. Jaceae s. violae tricoloris, 
Stiefmütterchenkraut, H. lactucae virosae, Gift 
lattich, H. ivae, Ivakraut, H. lobeliae inflatae, 
indianischer Tabak, H. majoranae, Majoran 
kraut, H. mari veri, Katzenkraut, H. marrubii, 
Andornkraut, H. melissae, Melissbnkraut, H 
meliloti, Steinklee, H. menthae crispae, Krause 
minze, H. menthae piperitae, Pfefferminze, H. 
menyanthis s. trifolii fibrini, Fieberklee, H. 
nicotianae, Tabakblätter, ,H. origani, Dosten, H. 
origani cretici, kretischer Dosten, H. polygalae 
amarae, bitteres Kreuzblumenkraut, H. pulegii, 
Poleikraut, H. pulsatillae, Küchenschellenkraut, 
H. rutae, Raute, H. sabinae, Sadebaumkraut, H. 
salviae, Salbeikraut, H. serpylli, Quendel, H. 
spilanthis oleraceae, Parakresse, H. tanaceti, 
Rainfarnkraut, H. thymi vulgaris, Thymian, H. 
trifolii, Bitterklee, H. veronicae, Ehrenpreis, 
und andere. 
Herbstzeitlosensamen (Zeitlosensamen, lat. 
Semen colchici, frz. Semence de colchique, engl. 
Colchicum seed), die Samen von Colchicum 
autumnale, dem giftigen Zwiebelgewächs, das 
auf feuchten Wiesen häufig vorkommt, im Herbst 
seine blaßroten, röhrigen Blüten treibt und erst 
im folgenden Jahre die Blätter nebst Samen 
kapseln nachsendet, bilden dunkelbraune, innen 
weißliche, sehr harte, zähe und schwierig zu zer 
kleinernde Körner von sehr bitterem, ekel 
erregendem Geschmack und starker Giftwirkung. 
— Die Zwiebeln (lat. Bulbus colchici, frz.Bulbe 
de colchique,' engl. Colchicum root) sind gleich 
falls, aber schwächer giftig. — Das der P.lanze 
eigentümliche, stark gif.ige Alkaloid Kolchizin 
bildet färb- und geruchlose Kristallnadeln. Die 
Samen und Z-vyiebein, nament.ich die ersteren. 
werden gegen Gicht und Rheumatismus, als 
weinige Flüssigkeit, z. B. in Form der bekannten 
französischen Spezialität: Liquor antigoutteux du 
Dr. Laville, angewandt. 
Hering (Häring, frz. Hareng, engl. Herring). 
Dieser^ für die Massenernährung, besonders der 
minderbemittelten Bevölkerungskreise außer 
ordentlich wichtige Fisch, Clupea harengus, 
der in lebendem Zustande ein schönes Farben 
spiel mit grünblauem Rücken und silberweißen 
Seiten besitzt, kommt zur Laichzeit in ungeheuren 
Mengen in die seichten Küstengewässer und 
wird hier gefangen. Die zuerst eintreffenden 
Züge bestehen größtenteils aus Matjes- oder 
Fettheringen, d. s. solchen, denen Rogen und 
Milch noch ganz oder fast ganz fehlen, während 
Vollheringe mit Milch (Sperma) und Rogen 
(Eier) anfangs erst vereinzelt darunter sind, bis 
sie schließlich die Hauptmenge bilden. Nach 
vollbrachtem Laichgeschäft sind sie zu Hohl 
heringen, Ihlen oder Schotten (vom engl. 
shotten = entlaicht) geworden, die nur geringen 
Wert haben, Wäiirend früher die Holländer das 
Monopol ,für den Heringsfang besaßen, kommen 
jetzt die größten Mengen von Schottland aus 
in den Verkehr. Daneben liefern noch Nor 
wegen, Irland, Holland und die aufblühende 
deutsche Hochseefischerei nennenswerte Be 
träge. — Der H. bildet als sog. grüner, d. h, 
frisch aus dem Wasser kommender Fisch ein 
wertvolles Nahrungsmittel. Hauptsächlich wird 
er aber schon seit Jahrhunderten gesalzen und 
geräuchert in den Handel gebracht. Die ge 
salzenen H. kommen ia Tonnen verschiedener 
Größe mit je 403—1200 Stück in den Verkehr 
und werden in dieser ersten Verpackung, in 
der sie unsortiert und noch mit Hohlheringen 
vermischt sind, as Seepack bezeichnet. Nach 
der Beseitigung des Ausschusses um- und voll 
gepackt und mit amtlichem Stempel versehen, 
führen sie die Bezeichnung Brandhering (Full 
brand). Zur guten Aufbewahrung der Fische 
ist erforderlich, daß die Fässer dicht sind, und 
im Winter frostfrei, im Sommer aber in kühlen 
Kellern aufbewahrt werden. Neuer H. zeigt auf 
dem Durchschnitt weißes Fleisch, das mit zu 
nehmendem Alter rötlich wird. Nur im ersten 
Jahre gilt die Ware als frisch, während sie im 
zweiten Jahre nur noch zu niedrigen Preisen ver 
kauft werden kann. Der Nährwert des H. ist bei 
einem Gehalte von 15,44% Eiweiß und 7,6J % 
Fett in frischem und von 18,90% Eiweiß und 
16,90% Fett in gesalzenem Zustand überaus hoch, 
so daß er eine der bi.ligsten Stickstoffquellen 
bildet. — Eine besondere Art von H. (Clupea 
caspica) zieht aus dem Kaspischen Meere all 
jährlich die Wolga hinauf und wird hier ge 
fangen, elngesalzea oder zu Tran verarbeitet. — 
Bücklinge oder Pöklinge sind H„ die, aus 
geweidet, einen Tag lang in Salzwasser gelegt, 
dann an den Köpfen auf Stäbe gereiht und 
24 Stunden lang einetn stark rauchenden Feuer 
ausgesetzt werden. Von der Art der Verpackung 
in Stroh führt die holländische Ware die Be 
zeichnung Strohbückling, während die eng 
lische als Rot bering bezeichnet wird. Für 
Deutschland sind Kiel, Flensburg, Eckernförde 
und Kappein als wichtigste Räucherungsorte zu 
nennen. — Matjesheringe, die a's frische Ware 
nicht mehr verkäuflich sind, werden, mit Essig 
und Gewürzen eingemacht, a’s nordische Ge 
würzheringe in den Handel gebracht. Alte 
Salzheringe werden biswei en gewässert und in 
geräucherte H. verwandelt. Eine Unsitte der 
neuesten Zeit besteht darin, geräucherte H. mit 
einer braunen Farbe (Zuckercouleur) anzustrei- 
chen. Der Verbrauch Deutschlands an gesal 
zenen Heringen betrug 1912 etwa 233000 t, an 
frischen Heringen und verwandten Fischen 
131000 t, insgesamt 364000 t. Davon wurden 
309000 t vom Ausiande eingeführt. 
Hermelinfelle. Das He-melin, eine Wiesel 
art, Mustela erminea, die an Größe das Eich 
hörnchen etwas übertrifft, kommt auch in ge 
mäßigten Ländern vor, ist aber hier ohne be 
sonderen Wert, weil es im Winter wie im Som 
mer dasselbe braune Kleid trägt. Im hohen 
Norden wird es hingegen während des Win 
ters bis auf die schwarz bleibende Spitze des 
kleinen Schweifes schneeweiß, und nur diese
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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